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SUMMARY:Die Suche nach der besseren Vergangenheit: Geschichtspolitik in den Visegrád-Staaten - u.a. mit Felix Krawatzek\, Magdalena Marsovszky und Matěj Spurný
DESCRIPTION:Datum: 01. Oktober 2026\nZeit: 13:00–14:30 Uhr (Einlass ab 12:45)\nOrt: Zentrum Liberale Moderne\, Reinhardt­straße 15\, 10117 Berlin  \nGeschichts­po­litik ist eine zentrale Arena der politi­schen Ausein­an­der­set­zungen zwischen liberalen\, konser­va­tiven und populis­ti­schen Kräften\, auch und gerade in den Visegrád-Staaten. Die Frage\, woran erinnert wird\, ist eng mit Fragen natio­naler Identität\, tradi­tio­neller Werte aber auch europäi­scher Integration verbunden. Der Umgang mit histo­ri­schen Konflikten beein­flusst wiederum Bezie­hungen zu anderen Staaten. Insofern wirkt Geschichts­po­litik nicht nur auf Kultur- sondern auch auf Innen- und Außen­po­litik hinein. Die Indienst­nahme von Geschichte wird oft von Populisten zur Polari­sierung der Gesell­schaft genutzt\, deutet kritische Aufar­beitung der eigenen Geschichte zum Angriff auf die natio­nalen Helden\, Versöh­nungs­po­litik zur Unter­wür­figkeit gegenüber histo­ri­schen Gegnern um. Geschichts­po­litik verfügt also über ein erheb­liches Disrup­ti­ons­po­tenzial auch für an sich unver­wandte Politik­felder.  \nDoch warum wird gerade sie zum Kampf­platz liberaler und populis­ti­scher Ideen und Identi­täts­po­litik? Weshalb spielt die nationale Geschichte in den Visegrád-Staaten eine so große Rolle? Und: Verlaufen die Konflikt­linien zwischen liberalen\, konser­va­tiven und populis­ti­schen Kräften wirklich so klar\, wie oben skizziert? Darüber disku­tieren wir in der zweiten Veran­staltung unserer Reihe: Libera­lismus – Konser­va­tismus – Populismus in Ostmit­tel­europa.   \nDie Gäste:   \n\nFelix Krawatzek (ZOiS)  \nMagdalena Marsovszky (Univer­sität zu Köln) \nMatěj Spurný (Karls­uni­ver­sität Prag)  \n\nModeration: Stephan Stach (Zentrum Liberale Moderne)  \nBitte melden Sie sich über den Anmel­de­button an! \n  \nDie Reihe \nLibera­lismus – Konser­va­tismus – Populismus in Ostmitteleuropa\nPolitische Konflikt­linien und Wandel der politi­schen Kultur in den Visegrád-Staaten Polen\, der Slowakei\, Tsche­chien und Ungarn  \nDie politische Verortung der Visegrád-Staaten (V4) und ihrer Gesell­schaften zwischen Libera­lismus\, Konser­va­tismus und autori­tärem Populismus ist schwierig. Die politi­schen Mehrheiten pendeln seit Jahren mit meist knappen Mehrheiten dazwi­schen. In Polen besiegte dieli­berale Bürger­plattform 2023 die natio­nal­kon­ser­vative PiS. Die Präsi­dent­schaftswahl 2025 gewann dann jedoch der Kandidat der PiS. In der Slowakei kehrte Links­na­tio­nalist Robert Fico 2023 nach fünf Jahren an die Macht zurück. Die tsche­chi­schen Populisten Partei ANO unter­lagen 2021 einem liberal-konser­va­tiven Bündnis\, um dann 2025 erneut zu trium­phieren. Einzig in Ungarn schien Viktor Orbáns „illiberale Demokratie“ lange stabil – bis ihn Péter Magyar im April nach 16 Jahren aus dem Amt drängte.   \nDieses Schwanken galt lange als Spezi­fikum postkom­mu­nis­ti­scher Staaten. Mittler­weile zeigen in vielen Teilen Europas sich ähnliche Prozesse. Wurden also nur Entwick­lungen vorweg­ge­nommen\, die inzwi­schen als allge­meine Krisen­sym­ptome der liberalen Demokratie gelten? Mit der Veran­stal­tungs­reihe möchten wir ein diffe­ren­ziertes Bild der dortigen gesell­schafts­po­li­ti­schen Entwick­lungen zeichnen und die Ursachen dieser Pendel­be­we­gungen beleuchten: Welche Bedeutung haben regionale Beson­der­heiten? Was sind gesamt­eu­ro­päische Trends? Dazu nehmen wir sozio-ökono­mische Faktoren und histo­rische Erfah­rungen ebenso in den Blick wie den Einfluss des russi­schen Angriffs­kriegs gegen die Ukraine.  \n 
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