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Rethinking Liber­alism Jahreskon­ferenz: Demokratischer und autoritärer Kapital­ismus im Wettstreit

3. November, 10:00 – 17:30 Uhr
in Präsenz und online

Venue

Reinhard­straßenhöfe
Reinhardtstraße 14, 10117 Berlin
Veranstaltungs-Website

Organizer

u.a. mit Leszek Balcerowicz (Keynote), Mart Laar, Lars P. Feld, Ralph Brinkhaus, Katharina Beck und vielen mehr!

Nach dem Zusam­men­bruch des Kommu­nismus schienen liberale Demokratie und Marktwirtschaft untrennbar miteinander verbunden. Im Geist von Francis Fukuyamas „Ende der Geschichte“ galt der weltweite Siegeszug des Kapital­ismus zugleich als Wegbereiter demokratischer Entwicklung.

Heute ist dieses Versprechen brüchig geworden. China, Russland und andere Staaten verbinden kapital­is­tische Wirtschafts­formen mit autoritärer Herrschaft. Zugleich regt sich im demokratischen Westen eine neue Kapital­is­muskritik. Sie entzündet sich an der Zusam­men­ballung gigan­tischer Vermögen in den Händen weniger, der Wohnungs­frage und dem wachsenden Einfluss großer Tech-Konzerne auf politische Öffentlichkeit und Gesellschaft. 

Der Liber­al­ismus gerät dabei von rechts und von links unter Beschuss. Er steht vor der Heraus­forderung, politische und ökonomische Freiheit, soziale Teilhabe und demokratische Selbst­bes­timmung in einer Zeit rapider Verän­derungen in Einklang zu bringen.

Ausgehend von den im Projekt Schriften­reihe: Vordenker der liberalen Moderne entste­henden Sammel­bänden möchten wir die reich­haltige liberale Ideengeschichte für die aktuellen Fragen aufbereiten. Gemeinsam mit unseren Gästen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilge­sellschaft disku­tieren wir: 

  • In welchem Verhältnis stehen Kapital­ismus und Demokratie? Braucht der freie Markt die Demokratie oder die Demokratie den freien Markt? Ergänzen sich politische und ökonomische Freiheit, oder stehen sie in einem Spannungsver­hältnis? 
  • Wie sollte die Marktwirtschaft reformiert werden, damit sie die liberale Demokratie stärkt? Welche Reformen ermöglichen einen inklu­siven und nachhaltigen Kapital­ismus? 
  • Welche Heraus­forderung stellen Tech-Konzerne für die Demokratie dar? Welchen Regulierungsrahmen erfordert die rapide Expansion künstlicher Intel­ligenz – und wie kann er durchge­setzt werden? 
  • Wie verändert sich das Verhältnis von Markt und Staat in globalen Krisen? Wie sollten und können liberale Demokratien auf die strate­gische Indus­triepolitik Chinas antworten? 

Die Konferenz schlägt eine Brücke zwischen liberalen Vordenkern der Vergan­genheit und den politischen Gestal­tungsauf­gaben der Gegenwart. Wir fragen, welche Lehren sich aus der Geschichte ziehen lassen und welche Orien­tierung für eine gleicher­maßen freiheitliche sowie sozial und ökolo­gisch verant­wortliche Wirtschaft­sor­dnung liberales Denken geben kann. 

Wir laden Sie herzlich ein, an dieser Diskussion teilzunehmen. 
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