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Podiumsdiskussion „Russland und der Westen“
Die wiederkehrenden Diskussionen über Friedensgespräche mit Moskau haben einen zentralen Makel. Obwohl sich für Russland die Lage sowohl militärisch als auch wirtschaftlich zunehmend verschlechtert, zeigt der Kreml keine Friedensbereitschaft. Putin setzt noch immer auf Sieg. Ein Ende des russischen Angriffskriegs ist nicht in Sicht.
Für Europa bleibt von zentraler Bedeutung, die Ukraine so zu unterstützen, dass sie stark genug ist, Russland zu einem Ende des Krieges zu zwingen. Gleichzeitig müssen die Europäer ihre Verteidigungskapazitäten und ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit steigern, damit sie perspektivisch auch ohne Unterstützung der USA für ihre Sicherheit sorgen können. Für die künftige europäische Sicherheitsarchitektur ist die Ukraine ein Eckpfeiler.
Auch wenn nicht absehbar ist, wann die Waffen schweigen werden, muss sich Europa schon jetzt auf diese Zeit vorbereiten. Ohne grundlegende Veränderungen in Russland wird ein Waffenstillstand weder den repressiven Charakter des Regimes ändern noch werden die weit über die Ukraine hinausreichenden Ziele Moskaus gezügelt.
Unter diesen Vorzeichen findet am 14. Oktober unsere jährliche Podiumsdiskussion „Russland und der Westen“ statt. Das zentrale Thema dieses Jahr lautet „Europäische Sicherheit und Strategie gegenüber Russland“.
Im Zentrum des Abends stehen die Eckpunkte einer künftigen Russlandpolitik: Müssen wir uns auf einen andauernden Konflikt mit Russland vorbereiten – und zugleich Angebote für eine an Bedingungen geknüpfte Zusammenarbeit unterbreiten? Welche Forderungen sollte Europa an die russischen Eliten richten, und über welche Hebel verfügen wir, um ihnen Nachdruck zu verleihen? Wie kann der Westen die innenpolitische Entwicklung in Russland beeinflussen?
PROGRAMM
Begrüßung: Ralf Fücks, Zentrum Liberale Moderne
Panel I:
- Michail Chodorkowski, Mitbegründer des russischen Antikriegskomitees (angefragt)
- Nils Schmid, Mitglied des Deutschen Bundestages, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung
- Jürgen Hardt, Mitglied des Deutschen Bundestages, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
- Deborah Düring, Mitglied des Deutschen Bundestages, außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Moderation: Ralf Fücks, Geschäftsführender Gesellschafter, Zentrum Liberale Moderne
Panel II:
- Marie Mendras, Professorin an der Paris School of International Affairs, Sciences Po, Paris
- Žygimantas Pavilionis, Mitglied des litauischen Seimas, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten
- Fredrik Löjdquist, Direktor des Stockholm Centre for Eastern European Studies (SCEEUS)
- Agnieszka Legucka, Stv. Leiterin der Strategieabteilung des polnischen Außenministeriums
Moderation: Maria Sannikova-Franck, Programmdirektorin Russland, Zentrum Liberale Moderne
21:30–22:30 Uhr Empfang

