Das Wahldesaster in Sachsen-Anhalt war vorhersehbar und doch ist niemand vorbereitet. Welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen und vor allem: Was nun? Ralf Fücks nennt in seinen vorläufigen Notizen acht zentrale Punkte.
… sagt Ralf Fücks im Ronzheimer-Podcast. Paul Ronzheimer und er sprechen über politischen Extremismus von rechts und links, den wachsenden Israel-Hass in Teilen der Linken, die Radikalisierung der AfD und die Frage, ob die viel diskutierte Brandmauer noch der richtige Umgang mit den politischen Rändern ist.
Die Ukraine ist seit mehr als einem Jahrzehnt Ziel russischer Informationsmanipulation und Einflussnahme – verzahnt mit militärischer Gewalt, Cyberangriffen und Besatzungspolitik. Die Analyse zeigt, mit welchen Narrativen, Plattformen und Methoden Russland versucht, Vertrauen zu untergraben, Kriegsmüdigkeit zu verstärken und die Widerstandskraft der ukrainischen Gesellschaft zu schwächen.
Armenien versucht, seine außen- und sicherheitspolitische Abhängigkeit von Russland zu verringern und die Beziehungen zur EU und zum Westen auszubauen. Moskau reagiert darauf mit politischem und wirtschaftlichem Druck sowie gezielten Einflussoperationen. Die Analyse zeigt, wie Russland bestehende Ängste, Konflikte und Abhängigkeiten nutzt, um Armeniens Westorientierung zu diskreditieren und seinen Einfluss auf das Land zu sichern.
Wir vom Team Ökologische Moderne arbeiten seit Jahren zum Thema CO₂-Entnahme. Nun machen wir den Praxistest und prüfen: Wie läuft der Einkauf von CO₂-Entnahmezertifikaten? Bruno Naredo kommt zu überraschenden Erkenntnissen.
Warum ist die AfD gerade in Ostdeutschland so stark? Unser Programmdirektor Stephan Stach spricht dazu mit der Soziologin Katja Salomo. Sie sucht die Erklärung nicht in einer vermeintlich besonderen ostdeutschen Mentalität, sondern in den tiefgreifenden Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte.
Der russische Vernichtungskrieg in der Ukraine wütet unvermindert und zerstört die Lebensgrundlagen des Landes. Dabei schauen große Teile der europäischen Politik weg. Dieser Krieg kann nur beendet werden, wenn Moskaus Kriegsfähigkeit untergraben wird. Ist Europa bereit, seine Interessen und Werte gegen Russland zu verteidigen? Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.
Russlands Eliten beginnen, das Unsagbare auszusprechen: Der Krieg ist eine Katastrophe. Jüngstes Beispiel ist die Affäre um den Ökonomen Andrei Klepatsch, der seinen Posten bei einer Staatsbank räumen musste, nachdem er sich pessimistisch über die Wirtschaftsaussichten geäußert hatte. Edward Lucas sieht Parallelen zu Prag im Jahr 1989.
Seitdem Russland im Oktober 2022 begonnen hat, gezielt die ukrainische Energieversorgung zu attackieren, häufen sich jährlich im Spätsommer die Warnungen vor dem Winter. Simon Schlegel war kürzlich in Kyjiw und stellt fest: Dieses Jahr ist die Sorge besonders groß, denn die russische Armee setzt jüngst massenweise ballistische Raketen ein. Sie nutzt damit die weltweite Knappheit von Patriot-Abwehrraketen aus.
Solarzellen, Batterien, Windturbinen: Über die europäische Klimatransformation entscheidet auch, auf welchen Schiffen sie reisen. Und diese Schiffe baut fast nur noch China. Warum das mehr ist als ein Handelsproblem, warum China trotzdem viel falsch macht, und warum die Antwort nicht Subventionswettlauf heißt, weiß Hendrik Mahlkow vom Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) sowie dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO).
Jeder kennt bereits die großangekündigten Verhandlungserfolge des Donald Trump: Nichts dahinter. Doch dabei wird übersehen, dass der amerikanische Präsident nicht nur keine Erfolge vorweisen kann, sondern dass er die Probleme einfach nur in die Zukunft verschiebt. Selbst wenn er den einen oder anderen Teilerfolg erzielen sollte, die Katastrophe ist damit nur vertagt und verschoben. Und damit genau das Gegenteil dessen, was Diplomatie eigentlich ist, schreibt Richard C. Schneider.
Deutschland steht im Zentrum russischer Einflussoperationen – nicht nur wegen seiner politischen und wirtschaftlichen Bedeutung, sondern auch aufgrund gesellschaftlicher Verwundbarkeiten, die gezielt ausgenutzt werden. Die Analyse zeigt, mit welchen Strategien Russland versucht, die deutsche Demokratie zu destabilisieren und welche Konsequenzen sich daraus für die europäische Sicherheit ergeben.
Russland nutzt in Moldau gezielte Informationsmanipulation als Teil einer umfassenden hybriden Strategie, um demokratische Prozesse zu destabilisieren und das Vertrauen in staatliche Institutionen zu untergraben. Die Erfahrungen in Moldau zeigen jedoch, dass Resilienz, gute Regierungsführung und demokratische Kontrolle wirksamere Antworten darauf sind als Zensur allein.
Die Debatte werde oft als Konflikt zwischen individueller Freiheit und staatlichem Paternalismus geführt, schreibt Sabine Döring in ihrem Gastbeitrag in der FAZ und fordert, Menschenwürde, Kindeswohl und die Grenzen vertraglicher Selbstbestimmung neu zu denken.
Russische Einflussnahme in der EU und ihren östlichen Nachbarländern hat viele Formen: Wahleinmischungen in Moldau und Armenien, Verbreitung antiwestlicher Verschwörungstheorien in Georgien, Informationskriegsführung parallel zur militärischen Aggression in der Ukraine und die Manipulation der öffentlichen Debatte in Deutschland.
… fordert Ralf Fücks in seinem Beitrag, der zunächst in der Welt am Sonntag erschien. Er schlägt konkrete Werkzeuge vor, damit Deutschland nicht von der Lokomotive Europas zum Problemfall wird.
Russische Desinformation in Georgien kommt zunehmend aus dem Inneren des politischen Systems: Regierung und regierungsnahe Medien übernehmen Narrative und Methoden des Kremls und machen sie zum Bestandteil der innenpolitischen Kommunikation.
Trotz regulatorischen Fortschritten steht der industrielle Hochlauf von Carbon Management in Deutschland noch am Anfang. Besonders die süddeutschen Länder mit starker Industrie und langen Wegen zu Offshore-CO2-Speichern stehen vor wichtigen Weichenstellungen. Diese haben wir auf einer gemeinsam mit der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FfE) und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) organisierten Tagung in München diskutiert.
Sabine Döring hat sich nicht nur als Philosophin, sondern auch im konkreten Politikbetrieb mit der Freiheit der Wissenschaft beschäftigt. Nun hat sie ein Buch geschrieben: „Wissenschaftsfreiheit in der liberalen Demokratie“. Über das Verhältnis von beidem und über ihr Buch spricht sie im langen Interview beim Deutschlandfunk.
Dem Bundeskanzler eröffnet sich eine hervorragende Möglichkeit, sich klar hinter die Ukraine zu stellen. Er sollte gemeinsam mit anderen Staats- und Regierungschefs darauf hinarbeiten, eingefrorene russische Konten von Belgien und anderen Ländern direkt an die EU zu überführen – eine Summe von rund 210 Milliarden Euro. Putin könnte sich dann endlich zu einer Waffenruhe oder sogar zu einem Friedensabkommen bereit erklären.
Deutschlands Erfolgsmodell trägt nicht mehr. Stagnation, schwindende Wettbewerbsfähigkeit und geopolitische Umbrüche verlangen mehr als kleine Reformen. Gefragt ist eine wirtschaftliche Zeitenwende – mit mutigen Entscheidungen statt der bloßen Verwaltung des Niedergangs. Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.
In Israel herrscht eine Verfassungskrise. Zum ersten Mal in der Geschichte will sich eine Regierung nicht an ein Gerichtsurteil halten. Dies ist das Ergebnis einer institutionellen Schwäche des Staatssystems und natürlich auch einer illiberalen Betrachtungsweise dessen, was Recht sein soll oder darf, schreibt Richard C. Schneider.
Inmitten der vielen als aussichtslos geltenden Situation in Nahost fanden sich auf Einladung des Zentrum Liberale Moderne Vertreterinnen und Vertreter der israelischen und palästinensischen Zivilgesellschaft sowie der Region zu Gesprächen zusammen, um gemeinsam nach politischen Lösungen des Nahostkonflikts zu suchen.
Die Parlamentswahl 2026 hat Ministerpräsident Nikol Paschinjan ein erneuertes Mandat verschafft und zugleich die Grenzen russischen Einflusses in Armenien aufgezeigt. Dennoch bleiben prorussische Kräfte ein wichtiger politischer Faktor und dürften Reformen sowie die Annäherung an die EU weiter bremsen. Areg Kochinyan, Präsident des Armenian Council, analysiert die Wahlergebnisse, Russlands verbleibende Einflusshebel und die Perspektiven für Armeniens europäischen Weg.
Das EU-Parlament hat eine Verordnung verabschiedet, nach der die Anwendung und Zulassung von Pflanzenzucht mit bestimmten gentechnischen Verfahren, den Neuen Genomischen Techniken (NGTs), einfacher wird. Libmod führte im Rahmen des Projekts „Stakeholder Dialog: Wie weiter mit der modernen Pflanzenzucht?“ Fachgespräche. Rena Barghusen und Lukas Daubner ordnen die Ergebnisse ein.
Nikolaus von Twickel im Interview mit dem Handelsblatt über Putins neue Mobilisierungswelle: „Wenn Männer in großer Zahl an die Front geschickt werden, schadet das dem Arbeitsmarkt. Es ist ein Lose-Lose.“
Francis Fukuyamas aktuelles Buch „Der letzte Mensch“ ist eine kluge Reflexion über die immanenten Gefährdungen der liberalen Demokratie und zugleich eine denkbar uneitle intellektuelle Autobiographie, die so manchen Erkenntnisgewinn schenkt. Nicht zuletzt die Einsicht, dass ihr Autor alles andere ist als ein naiver „Fortschrittsdenker“, schreibt Marko Martin.
Komplexe Regeln, schwache Investitionsanreize und politische Unsicherheiten bremsen die Klimatransformation – so der Tenor der IX. Sitzung Strategiekreises Klimatransformation. Dabei stellte sich heraus, dass die Transformation weniger an technische als an institutionelle Grenzen stößt. Entscheidend für die Umsetzung seien lernfähige Regulierung, verlässliche Preissignale und Rahmenbedingungen sowie mehr privates Kapital statt kleinteiliger Regulierung. Bruno Naredo fasst die zentralen Punkte der Diskussion zusammen.
Populismus, autoritäre Herausforderungen und geopolitische Umbrüche setzen die liberale Demokratie weltweit unter Druck. Der Sammelband Ende des Liberalen Zeitalters? zeigt internationale Perspektiven auf die Ursachen dieser Krise auf – von gesellschaftlicher Polarisierung bis zu neuen Sicherheitsbedrohungen. Unsere Autorinnen und Autoren sind u. a. Timothy Garton Ash, Jan-Werner Müller, Yascha Mounk, Danyal Bayaz, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und viele mehr.
Irene Hahn-Fuhr spricht zum 35. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages beim SWR Kultur über das Nachbarschaftsverhältnis. Wie Deutsche und Polen heute aufeinander blicken, gibt es in diesem Audiomitschnitt zum Anhören.
Die Debatte über den Ukrainekrieg verändert sich: Statt über eine unvermeidliche Niederlage der Ukraine wird zunehmend über Russlands wachsende militärische und wirtschaftliche Probleme gesprochen. Neue ukrainische Fähigkeiten – insbesondere im Drohnenkrieg – verschieben die Kräfteverhältnisse. Warum Europas Unterstützung jetzt entscheidend ist und was das für die Chancen auf einen gerechten Frieden bedeutet. Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.
Steigende Kosten, stockender Netzausbau und widersprüchliche Signale aus der Politik setzen der Energiewende zu. In unserem hochrangigen Strategiekreis Klimatransformation wurde deutlich: Es braucht eine bessere Abstimmung von erneuerbaren Energien, Netzen, Marktmechanismen und Gebäudemodernisierung. Doch ein Ende der Energiewende wäre fatal. Bruno Naredo fasst die zentralen Diskussionen zusammen.
In Gedenken an den russischen Menschenrechtsanwalt und Demokraten Juri Schmidt widmet sich die jährliche internationale Konferenz „Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit“ der Verteidigung der Menschenrechte. LibMod-Gründer Ralf Fücks hielt in diesem Jahr die Key Note.
Offiziell ist Russland ein Vielvölkerstaat dessen ethnische Minderheiten laut Verfassung Schutz genießen. In Wirklichkeit werden die Rechte der nichtrussischen Völker seit Jahren drastisch eingeschränkt, seit 2024 droht allen, die sich in Russland für ethnische und indigene Gruppen einsetzen, Strafverfolgung unter den drakonischen Extremisten-Gesetzen des Landes. Yelizaveta Landenberger fasst die Situation zusammen.
Der Streit zwischen Trump und Netanyahu offenbart eine gefährliche Allianz zwischen Washington und Jerusalem. Es geht dabei um mehr als um die Frage Deal oder Sieg und das politische Überleben zweier Männer – für Israel geht es auch um die eigene Existenz, schreibt Richard C. Schneider.
Trump an der Macht in den USA, Rechtspopulisten auf dem Vormarsch in Deutschland und anderen europäischen Ländern – gerät die Freiheit der Wissenschaft auch bei uns immer stärker unter Druck? Darüber sprachen Expert:innen aus Forschung, Verwaltung und Politik am 28. Mai.
Heute wird unser Gründer Ralf Fücks von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet. Gewürdigt wird damit sein herausragendes Wirken für Freiheit und Demokratie.
Die Ukraine startet durch militärische Erfolge und die Abwahl von Viktor Orbán gestärkt in die Saison der Spitzentreffen mit G7‑, EU- und NATO-Gipfel. Doch Europa und die Uk-raine müssen das offene Zeitfenster unbedingt nutzen, um sicherheitspolitische Tatsa-chen zu schaffen. Denn bereits 2027 droht Europa eine noch tiefere Spaltung, analysiert Simon Schlegel.
China und Russland stellen sich gerne als Partner einer antiwestlichen Allianz dar: In Wirklichkeit ist Moskau aber nur ein Junior-Partner, der aber Pekings Unterstützung im Angriffskrieg gegen die Ukraine braucht. Über die Risiken und Grenzen der russisch-chinesischen Partnerschaft und über die Folgen für Europa haben wir bei einer Expertenrunde in Berlin zusammen mit dem Londoner Thinktank NEST Centre gesprochen.
Heute erscheint die dritte Ausgabe des Berichts „State of Carbon Dioxide Removal“. Die wichtigsten Erkenntnisse fasst die Mitautorin des Berichts, Leona Tenkhoff von der Stiftung Wissenschaft und Politik, für uns zusammen. Und sie analysiert, welche Schlussfolgerungen Deutschland daraus ziehen kann, um sich innerhalb der CO2-Entnahme-Politik strategisch zu positionieren.
Der Einschlag einer russischen Drohne in ein Wohnhaus in Rumänien ist als Teil systematischer Provokationen Russlands gegen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zu sehen, erklärt Marieluise Beck in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Wie die europäischen Staaten auf Drohnenangriffe und Luftraumverletzungen reagieren und wie in Russland die Unruhe wächst, können Sie im Audiomitschnitt nachhören.
CO₂-Entnahme wird ein wichtiger Teil der Klimapolitik – darf aber Emissionsminderungen nicht ausbremsen. Ein neues Policy Paper von Milan Loose (Bellona Deutschland) zeigt, wie eine verantwortungsvolle Verbindung mit dem EU-Emissionshandel aussehen kann – und warum dabei Vorsicht geboten ist.
Die EU-Erweiterung bekommt neue Dynamik: Deutschland übernimmt eine aktivere Rolle, und für die Ukraine könnten sich neue Wege in Richtung europäischer Integration öffnen. Khatia Kikalishvili ordnet im Interview mit dem georgischen TV-Sender Formula ein, warum Merz’ Initiative politisch bedeutsam ist – und was sie auch für Georgiens europäischen Weg bedeutet.
Der sino-russische Gipfel in Peking zeigt erneut die strategische Allianz autoritärer Großmächte. Während Teile Europas auf China als verlässlichen Partner hoffen, unterstützt Peking Putins Krieg gegen die Ukraine und führt zugleich einen wirtschaftlichen Machtkampf gegen Europa. Deutschlands China-Politik droht, die Fehler der Russlandpolitik zu wiederholen. Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.
Weil die Ukraine die Oberhand bei vielen Kriegskapazitäten gewonnen hat und es derzeit nicht danach aussieht, dass Russland den Krieg gewinnt, simuliere Putin Diplomatie, so Simon Schlegel im Beitrag von Al Jazeera. Eine von Putins Taktiken: zu signalisieren, dass Europa in die Verhandlungen einbezogen werde.
Putins Vorschlag, Gerhard Schröder als Vermittler einzusetzen, war ein Versuch, die öffentliche Meinung in Deutschland zu spalten. Jetzt kommt es darauf an, die Diskussion auf die Frage zu lenken, zu welchen Zugeständnissen er bereit ist: Derzeit lassen sich keine erkennen, analysiert Maria Sannikova-Franck im Times-Artikel von Oliver Moody.
Die Ukraine verteidigt nicht nur sich selbst, sondern treibt auch Europas sicherheitspolitische Innovation voran. Daria Malling beschreibt in Politiken, wie das Land mit Drohnentechnologie, dezentraler Rüstungsproduktion und der Zusammenarbeit von Militär, Forschung und Start-ups zum Vorbild moderner Verteidigung wird – und warum Europa die Ukraine strategisch stärker einbinden muss.
Der Krieg gegen die Ukraine ist aus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt – für die Menschen vor Ort bestimmt er weiterhin den Alltag. Welche Perspektiven sehen Politik, Militär und Zivilgesellschaft für ein Ende des Krieges und den Weg in die EU? Darüber sprach Ralf Fücks im rbb Inforadio nach seiner Reise nach Kyjiw.
Die Parlamentswahlen in Ungarn am 12. April markieren das klare Ende der 16-jährigen Herrschaft von Ministerpräsident Viktor Orbán und seiner Fidesz-Partei – eine Ära, die als erster Versuch in die Geschichte eingehen wird, ein illiberales, semi-autoritäres Regime innerhalb der Europäischen Union zu errichten. Daniel Hegedüs, stellvertretender Direktor am Institut für Europäische Politik (IEP), analysiert, was der Sieg von Péter Magyar für Europa bedeutet.
Auf Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine zu hoffen, würde bedeuten, Putins Logik zu verkennen. Es braucht militärischen Druck und entschlossenes Handeln der Europäer, um die Ukraine in eine starke Position zu bringen. Ralf Fücks fasst die Erkenntnisse seiner jüngsten Ukraine-Reise für Welt am Sonntag zusammen.
In einem kurzen Policy Paper haben wir zusammengefasst, welche Handlungsoptionen bestehen, um Carbon Management gesellschaftlich tragfähig zu gestalten, und welchen Erwägungen sich Verantwortliche in den Kommunen sowie auf Landes- und Bundesebene stellen sollten.
Ukrainisches Biomethan bietet die Chance, Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit zusammenzudenken: Während Europa seine Abhängigkeit von fossilem Gas reduzieren muss, kann die Ukraine zu einem wichtigen Partner für erneuerbare Gase werden. Das Potenzial ist groß – und der Ausbau könnte beiden Seiten erhebliche Vorteile bringen. Eine Analyse von Ralf Fücks für das Fachgespräch der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag: „Potenziale klimafreundlicher Gase“.
Das Zentrum Liberale Moderne und die WirtschaftsWoche schreiben 2026 wieder den Essaypreis „Wirtschaft und Demokratie“ aus, der in zwei Kategorien vergeben wird. Die prämierten Texte werden in der WirtschaftsWoche veröffentlicht und im Herbst präsentiert. Der Preis wird von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der prognos AG finanziert.
Am Vorabend der zweiten Verhandlungsrunde zwischen Washington und Teheran in Islamabad sagen die Iraner die Gespräche ab. Oder doch nicht? Sicher ist nichts. Typisch für die Gesamtsituation, die für Israel und die USA eher ernüchternd ist, schreibt Richard C. Schneider.
Das Zentrum Liberale Moderne verurteilt die Einstufung von Memorial als „extremistische“ Organisation durch das Oberste Gericht Russlands. Zusammen mit anderen Organisationen veröffentlichen wir eine Solidaritätserklärung.
Die Umstände und Folgen des 40-Tage-Kriegs gegen den Iran wirken sich direkt auf die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine und den aktuellen Kriegsverlauf in Europa aus. Der ehemalige Diplomat Johannes Regenbrecht liefert in seinem Policy Paper eine umfangreiche Analyse und erläutert, wie Europa jetzt handlungsfähig wird.
Die Ukraine ist ein Gewinn, mit strategischem Mehrwert für Europa – nicht nur militärisch, sondern auch für unsere Energie- und Ernährungssicherheit sowie als technologischer Innovateur, so Ralf Fücks im Interview mit Welt TV.
Eine der häufigsten Fragen, die im Zusammenhang mit der anstehenden Wahl in Ungarn gestellt wird, ist die, ob Orbán im Falle einer Wahlniederlage die Macht übergeben wird. Gabor Györi, Senior Analyst des Thinktanks Policy Solutions und langjähriger Regierungsmitarbeiter, geht dieser Frage nach und wagt einen Deep Dive in das System Orbán.
Der ukrainische Philosoph Wolodymyr Jermolenko zeigt in seinem Buch „Eine Kultur des Trotzdem. Wie die Ukraine Europa hilft“, dass die entscheidenden Fragen unserer Zeit gegenwärtig im Osten des Kontinents gestellt werden. Marko Martin hat es für uns gelesen.
Nachdem er mehr als ein Jahrzehnt lang keinen ernstzunehmenden Herausforderer hatte, sieht sich der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán nun in einem äußerst knappen Wahlkampf mit einem Gegner konfrontiert, der ihn aus dem Amt verdrängen könnte, schreibt Zsuzsanna Szelényi in ihrer Analyse. Sie ist ehemalige ungarische Abgeordnete, Direktorin des Demokratieinstituts der Central European University und Autorin des Buches „Tainted Democracy: Viktor Orbán and the Subversion of Hungary“.
Grundlinien deutscher Außenpolitik auf zehn Jahre im Voraus zu beschreiben, gleicht einem Blick in die berühmte Glaskugel. Zu viele vermeintliche Gewissheiten sind ins Wanken geraten, zu viele Unsicherheiten über die künftige Entwicklung machen jede Prognose zu einer riskanten Wette, so Ralf Fücks in seiner Analyse, die zunächst bei „Internationale Politik“, der englischsprachigen Ausgabe des Magazins der DGAP.
Ein aktueller Vorschlag aus dem BMWE will die Netzwirkungen der erneuerbaren Energien internalisieren. Das sei grundsätzlich zu begrüßen, so der Energiemarktexperte Christoph Maurer. Die Umsetzung dieses Vorschlags sei jedoch verbesserungsfähig. Alternativ schlägt er In-strumente vor, die mit Blick auf die netzbezogenen Steuerungswirkungen ähnlich effektiv sind. Diese würden die Risiken für EE-Investitionen und damit die Förderkosten nicht im gleichen Maß erhöhen. Für die Netzbetreiber werde der Anreiz für den Netzausbau damit aufrechterhalten.
Vor vier Jahren reagierte die internationale Öffentlichkeit schockiert, als die ukrainischen Streitkräfte bei der Rückerorberung des Kyiwer Vororts Butscha Zeugnisse eines Massakers an der Zivilbevölkerung entdeckten. Seitdem hat die russische Armee viele weitere Kriegsverbrechen in der Ukraine begangen, doch die europäische Öffentlichkeit scheint sich an das Grauen gewöhnt zu haben.
Russlands Angriffskrieg in der Ukraine ist ein Wendepunkt für Europa – insbesondere seitdem die USA kein sicherer Partner mehr sind. Die Ukraine wirkt als Schutzschild, während Europa zwischen bloßer Abschreckung und der nachhaltigen Zerstörung von Russlands Kriegsfähigkeit wählen muss. Wie lässt sich eine gemeinsame, nachhaltige Sicherheitsordnung schaffen? Darüber diskutierten wir mit zahlreichen Expertinnen und Experten bei unserer internationalen Ukraine-Konferenz am 24. März in Berlin.
Warum stößt Israels Vorgehen gegen den Iran in Deutschland auf so wenig Verständnis? Fehlende Empathie und moralische Selbstgewissheit blenden die realen Bedrohungen aus, warnt Ralf Fücks in seinem Text, der zunächst in der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine erschien.
Als Fazit unserer internationalen Ukraine-Konferenz wird deutlich: Russlands Angriff zielt auf die Zerstörung der ukrainischen Souveränität – mit Folgen weit über das Land hinaus. Wer auf Kompromisse setzt, verkennt die Lage: Europas Sicherheit hängt davon ab, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt. Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.
Das EU-Kandidatenland Georgien befindet sich in einer der tiefsten politischen Krisen seit Jahren. Seit mehr als einem Jahr gehen die Menschen friedlich auf die Straße. Gleichzeitig verschärft die russlandnahe Regierungspartei „Georgischer Traum“ ihren Kurs: Repressionen gegen Zivilgesellschaft, unabhängige Medien und Opposition nehmen spürbar zu.
Am 12. April wird in Ungarn gewählt. Wird das System Orbán abgewählt beziehungsweise ist es möglich, dass es selbst wenn sein Herausforderer Péter Magyar die Wahlen gewinnt, weiter fortbesteht? Dieser Frage geht der Historiker und Jurist Peter Techet (Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, Wien) in seiner Analyse nach und zeigt die Fallstricke, die sich hier für die Vertreter einer liberalen Demokratie auftun.
Viktor Orbáns Konzept einer „illiberalen Demokratie“ hat für viele Antiliberale weltweit Modellcharakter. Der seit 2010 regierende Premier hat Ungarn umfassend umgebaut und demokratische Rechte beschnitten. Er agitiert gegen die Europäische Union, Migranten und den Liberalismus. Am 12. April 2026 wird in Ungarn gewählt. Wie ist die aktuelle Situation im Land? Und was bedeuten die Wahlen und ein möglicher Regierungswechsel für Ungarn und für Europa?
Keine gewöhnliche Buchvorstellung, sondern eine Bestandsaufnahme des Zustands des Westens in Zeiten tektonischer Verschiebungen und multipler Krisen bildete in diesem Jahr den Aufschlag zu unserer European Book Club Reihe: Die Sicherheitsexpertin Jana Puglierin (ECFR) und die Bundestagsabgeordnete Agnieszka Brugger (Bündnis 90/Die Grünen) diskutierten mit Jörg Lau (Die Zeit) über dessen aktuelles Buch „Der Westen sind jetzt wir“.
Die moderne Kriegsführung verlangt Anpassungsfähigkeit und Kooperation. Europas Sicherheit entsteht nicht durch Lagerbestände, sondern durch die gemeinsame Produktion und Skalierung ukrainischer Innovationen.
Es ist zwecklos zu fragen, ob Donald Trump ein Faschist ist. Es erklärt nichts und verschleiert das Eigentliche. Faschismus beginnt nicht mit Ideologie und Symbolen, sondern mit Herrschaftspraktiken, die den Preis des Widerstands erhöhen und Loyalität zur rationalen Überlebensstrategie machen. Trumps zweite Amtszeit zeigt, wie diese Mechanismen in der Praxis wirken, analysiert Jakub Bodziony. Sein Text erschien zunächst bei bei Kultura Liberalna.
Warum verlaufen die Debatten über die Wiedervereinigung in Ostdeutschland so konfliktreich – und welche Rolle spielen historische Erfahrungen dabei? Ein Vergleich mit Polen zeigt, welche Rolle der unterschiedliche Umgang mit alten Eliten im Verlaufe der Transformationsprozesse dabei spielt und zu welchen Erfahrungen von Fremdbestimmtheit und Selbstermächtigung dies führt. Eine Analyse von Piotr Kocyba vom Else Frenkel-Brunswik Institut der Universität Leipzig.
Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz sprachen John Lough und Ralf Fücks über das sich wandelnde Verhältnis zwischen China, Russland und Europa. Das Gespräch beleuchtet die strategische Logik hinter der Partnerschaft zwischen Peking und Moskau, Europas Bemühungen, seine Handlungsfähigkeit zu behaupten, sowie Deutschlands Suche nach einer neuen Wirtschafts- und Sicherheitsstrategie. Wird Europa den geopolitischen Druck in einen Moment strategischer Erneuerung verwandeln?
Der Sozialstaat steht unter Druck: Die Ausgaben steigen schneller als die Wirtschaft wächst. LibMod-Geschäftsführer Ralf Fücks erklärt im web.de-Interview, warum Strukturreformen unvermeidlich sind – und weshalb er die Fixierung auf Umverteilung für einen Irrweg hält.
Der Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran könnte den Nahen Osten dauerhaft verändern. Er birgt die Chance auf ein neues regionales Gleichgewicht – ebenso wie das Risiko einer weitreichenden Eskalation. Eine Kolumne von Richard Schneider.
Der amerikanisch-israelische Angriff auf den Iran wird in Deutschland schnell als klarer Völkerrechtsbruch verurteilt. Doch damit ist die politische Frage noch nicht beantwortet, wie die internationale Gemeinschaft mit einem Regime umgehen soll, das seine eigene Bevölkerung brutal unterdrückt, Israel vernichten will und nach der Atombombe greift? Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.
Ohne kurzfristige Fortschritte in der Umsetzung konkreter Projekte könnte CDR politisch scheitern. Das voranschreitende „climate backsliding“ – die strategisch vorangetriebene Abschwächung und Rückabwicklung von Klimapolitik – droht die politische Grundlage für CO2-Entnahme (Carbon Dioxide Removal, CDR) auszuhöhlen, argumentiert der CDR-Experte Felix Schenuit von der Stiftung Wissenschaft und Politik in seinem Policy Paper.
Café Kyiv hat sich im fünften Jahr der russischen Großinvasion längst als das größte europäische Veranstaltungsformat für UnterstützerInnen der Ukraine etabliert. Auch diesmal war Libmod mit verschiedenen hochkarätigen Panels dabei, die zentrale politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Fragen im Kontext des russischen Angriffskrieges beleuchteten.
Ein voller Salon Liberale Moderne: Am 26. Februar 2026 diskutierten wir mit den Autorinnen und Autoren des Buches Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Deutschland. Im Mittelpunkt des Abends stand eine angesichts der Landtagswahlen in Ostdeutschland hochaktuelle Frage: Was geschieht derzeit gesellschaftlich und politisch in Ostdeutschland – und was bedeutet das für die Zukunft der liberalen Demokratie in Deutschland insgesamt?
Die israelische Regierung hat eine Entscheidung getroffen, die das ohnehin hoch sensible Gefüge im Westjordanland weiter verändern könnte: Künftig sollen Grundbesitzdokumente in größerem Umfang offengelegt werden, um Landtransaktionen transparenter und faktisch auch einfacher zu machen. Was dieser Schritt politisch bedeutet, ordnet Richard C. Schneider für uns ein.
Russland könnte seinen Krieg gegen die Ukraine ohne die politische, wirtschaftliche und technologische Unterstützung Chinas nicht in dieser Form fortsetzen. Aber das Verhältnis zwischen Moskau und Peking ist weniger harmonisch, als es scheint. Darüber und über die Konsequenzen für Europas China-Strategie haben wir am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem New Eurasia Strategies Center diskutiert.
Ein aktueller Vorschlag aus dem BMWE will die Netzwirkungen der erneuerbaren Energien internalisieren. Das sei grundsätzlich zu begrüßen, so der Energiemarktexperte Christoph Maurer. Die Umsetzung dieses Vorschlags sei jedoch verbesserungsfähig. Alternativ schlägt er In-strumente vor, die mit Blick auf die netzbezogenen Steuerungswirkungen ähnlich effektiv sind. Diese würden die Risiken für EE-Investitionen und damit die Förderkosten nicht im gleichen Maß erhöhen. Für die Netzbetreiber werde der Anreiz für den Netzausbau damit aufrechterhalten.
Vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion ziehen Ralf Fücks und Marieluise Beck Bilanz: Putins Kriegsziele sind unverändert, Scheinverhandlungen bieten keinen Ausweg. Europa steht vor der Entscheidung, endlich entschlossen zu handeln – für die Ukraine und die eigene Sicherheit.
Vier Jahre nach dem russischen Großangriff steht Europa vor einer Entscheidung. Putin will keinen Frieden in Freiheit, sondern die Unterwerfung der Ukraine. Verhandeln wird er erst, wenn der Druck steigt. Europa darf nicht Zaungast bleiben. Eingefrorene russische Vermögen nutzen, die Ukraine militärisch stärken, ihre Luftverteidigung sichern und den EU-Beitritt vorantreiben – das ist keine Großzügigkeit, sondern liegt in unserem eigenen Interesse. Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.
Der Schlüssel für die Entwicklungen in Russland liegt in der Ukraine, meint Marieluise Beck im Interview mit dem SWR. Und: „Die Münchner Sicherheitskonferenz hat gezeigt, dass ein Lernprozess begonnen hat.“
Die deutsche Chemieindustrie hat ihre CO₂-Emissionen seit den 1990er-Jahren deutlich gesenkt – und steht dennoch vor gewaltigen Herausforderungen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Im Interview mit dem Magazin AufRuhr erklärt Lukas Daubner, warum grüner Wasserstoff, erneuerbarer Strom und CO₂-Nutzung entscheidend sind – und was politisch jetzt passieren muss.
In Deutschland etabliert sich die AFD als Systemopposition von Rechts. Der offenen Gesellschaft setzt sie den Rückzug in die nationale Gemeinschaft gegenüber, der Vielfalt moderner Gesellschaften die Fiktion ethnischer und kultureller Homogenität.
Warum verfängt die Rhetorik der AfD, obwohl ihre politischen Versprechen so leicht zu durchschauen sind? Nicht allein Sachargumente entscheiden, sondern auch Gefühle von Kränkung, Frustration und Ressentiment, argumentiert Marieluise Beck. Ein Plädoyer dafür, die emotionale Dynamik hinter dem Erfolg der Rechtspopulisten endlich ernst zu nehmen.
Das Zentrum Liberale Moderne lädt Sie herzlich zur internationalen Konferenz „Eine gemeinsame Sicherheitspolitik für die Ukraine und Europa – Ziele, Wege, Verantwortung“ am 24. März 2026 in Berlin ein.
LibMod freut sich sehr, auch 2026 wieder als Partner an der vierten Auflage von „Café Kyiv“ teilzunehmen, organisiert von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Am 23. Februar 2026 laden wir herzlich zu vier Podiumsdiskussionen ein. Zusätzlich wird LibMod Ukraine-Programmleiter Simon Schlegel an einem weiteren Panel auf der Book Stage teilnehmen. Das Cafe Kyiv verbindet Politik, Wissenschaft, Kultur, Innovation und Networking. Dabei stehen insbesondere die Themen Freiheit, Sicherheit und Wiederaufbau im Vordergrund.
Nach dem Abschied ihrer Galionsfiguren Habeck und Baerbock stecken die Grünen in einer Phase der Orientierungslosigkeit – zwischen Regierungsanspruch, Identitätsdebatten und wachsendem Gegenwind. Wird die Partei die Kraft findet, sich neu zu erfinden und wieder zum Reformmotor zu werden, fragt Ralf Fücks und zieht in seinem Gastbeitrag für Welt nüchtern Bilanz.
Soziales, Gesundheit und Arbeitsmarkt verschlingen bereits mehr als die Hälfte des Bundeshaushalts – Tendenz steigend. Während die Wirtschaft stagniert und der Fachkräftemangel wächst, wird jede Debatte über Reformen reflexhaft abgewürgt. Doch wer den Sozialstaat erhalten will, muss unbequeme Veränderungen zulassen – sonst wird er zum Opfer der eigenen Reformverweigerung. Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.
Vor wenigen Tagen deklarierte der Regierende Bürgermeister von Berlin eine Bewerbung für die EXPO 2035 als eine “Riesenchance” für die deutsche Hauptstadt. Wieso das? Was soll die Expo in Berlin? Jessica Gienow-Hecht, Leiterin der Abteilung Geschichte am John‑F.-Kennedy Institut für Nordamerikastudien der FU Berlin über Sinn und Zweck der Expo.
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Zeitgleich besteht ein anhaltendes Interesse an der Nutzung und Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI), einer Technologie, die für ihren Betrieb große Mengen Energie und natürliche Ressourcen benötigt. Laura State vom Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft zeigt, wie Klimawandel und KI zusammenwirken und wie KI bei der Bekämpfung des Klimawandels helfen kann.
Europa ist weiterhin auf die militärische Abschreckungskraft der USA angewiesen, obwohl Washington den Europäern und Ukrainern kein zuverlässiger Partner mehr ist. Doch Europa verfügt über eigene Handlungsspielräume, insbesondere durch wirtschaftspolitische Hebel und den Aufbau einer neuen, engeren Verteidigungszusammenarbeit. Der ehemalige Diplomat Johannes Regenbrecht analysiert die Verhandlungen und erörtert, wie sich die europäische Sicherheitsordnung erneuern kann.
Die Ukraine benötigt das größte Wiederaufbauprogramm Europas seit dem Zweiten Weltkrieg, mit geschätztem Bedarf von 524 Milliarden US-Dollar. Ein neuer Policy Brief des Direktors des United Ukraine Think Tank, Igor Popov, skizziert strategische Prioritäten, die über Wiederaufbau hinausgehen und gegenseitigen Nutzen für Ukraine und Europa schaffen.
Die Widerstandsfähigkeit der Ukraine hängt von ausgewogener internationaler Unterstützung ab, die Militärhilfe, Notfallwiederaufbau und langfristige Erneuerung kombiniert. Ein neuer Policy Brief der Ökonomin Oleksandra Betliy zeigt, wie strategische Verteidigungsinvestitionen Gesamtkosten senken und gleichzeitig deutsche Industrie und europäische Sicherheit stärken.
Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, ist CO2-Entnahme dringend nötig. Unter anderem ist es möglich, biogenes CO2, das bei der Verbrennung oder Vergärung von Biomasse anfällt, abzuscheiden und zu speichern. Diese unter dem Kürzel Bio-CCS zusammengefassten Anwendungen finden sich in einer Nische. Im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks in Kooperation mit Bellona Deutschland haben wir Potenzial, Herausforderungen und Handlungsempfehlungen für die Skalierung von Bio-CCS diskutiert.
EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine stoßen in Zeiten des Kriegs an strukturelle und politische Grenzen – sowohl in Kyjiw als auch in Brüssel. Technokratische Verfahren und ausschließlich positive EU-Rhetorik untergraben notwendige Reformanreize, analysiert Liubov Akulenko und schlägt eine von Deutschland geführte „Koalition der Willigen“ vor, die durch einen vertraulichen Dialog blockierte Reformen gezielt voranbringen soll.
Welchen Sinn haben die Gespräche in Abu Dhabi über einen Frieden in der Ukraine? Simon Schlegel analysiert im Deutschlandfunk mit Dirk-Oliver Heckmann: „Es geht für Russland in erster Linie darum, die Ukraine unter Zugzwang zu bringen und das Argument im Umlauf zu halten, dass Putin verhandlungsbereit sei.“
Wie soll Europa auf die Eskalation der USA und auf das Zerbrechen der westlichen Ordnung reagieren? Das wollte DIE ZEIT von 35 bedeutenden Intellektuellen wissen. Karolina Wigura und Jaroslaw Kuisz antworten.
Der deutsch-amerikanische Historiker Fritz Stern wäre am 2. Februar 2026 hundert Jahre alt geworden. Weshalb sein berühmtestes Buch „Kulturpessimismus als politische Gefahr“ eine eminent aktuelle Lektüre bleibt, erörtert Marko Martin.
Geopolitische Umbrüche, eine Klimakonferenz mit eher magerem Ergebnis, dazu Zweifel am europäischen Klimakurs und eine sich ändernde Weltordnung – wie lässt sich Klimatransformation angesichts dessen überhaupt noch denken? In unserem hochrangig besetzen Strategiekreis Klimatransformation gab es viel zu diskutieren. Lukas Daubner fasst die zentralen Debatten und Ansatzpunkte für Sie zusammen.
In Georgien stehen mögliche Parteiverbote gegen mehrere Oppositionsparteien im Raum – gestützt auf weitreichende Gesetzesänderungen und politisch hochumstrittene Verfahren des Verfassungsgerichts. Warum das die Rechtsstaatlichkeit und die demokratische Ordnung des Landes massiv gefährdet, analysiert Anna Phirtskhalashvili, Professorin für Öffentliches an der University of Georgia (UG).
Georgien hat sich auf den Weg nach Westen gemacht. Doch die freiheitliche Transformation wird im Inneren durch Korruption und Oligarchie sowie von außen durch Aggressionen Russland behindert.
Die Bundesrepublik besitzt Israel gegenüber eine besondere historische Verantwortung. In der einzigen Demokratie im Nahen Osten wird die liberale Demokratie nicht nur von außen bedroht, sondern auch durch antiliberale Kräfte im Inneren.
Die Empörung über Israels Kriegsführung in Gaza war groß, weltweit laut und aggressiv. Umso schriller klingt die Stille jener Empörten, die nun angesichts der Gräuel im Iran so gut wie nichts sagen, die schweigen, kommentiert Richard C. Schneider.
Die alte Weltordnung bricht weg – und Deutschland steht vor einer historischen Bewährungsprobe. Ralf Fücks im Gespräch mit Paul Ronzheimer über den globalen Machtbruch: Russlands Krieg gegen die Ukraine, Trumps Kurs gegen Europa, Chinas Aufstieg – und die Frage, ob Deutschland und Europa strategisch, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch noch handlungsfähig sind.
Starke Impulse, offene Kontroversen und produktive Diskurse setzten bei unserer Konferenz den Startschuss zum umfassenden, mehrjährigen Editionsprojekt „Vordenker der liberalen Moderne“. VertreterInnen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutierten in Berlin engagiert über Freiheit, Ordnung und Gemeinsinn und machten klar: Der Liberalismus bleibt ein lebendiges Gestaltungsprojekt, zu dem das Vordenker-Projekt einen wichtigen Beitrag leisten wird.
Der transatlantische Druck zeigt Wirkung: Trump rudert zurück. Gleichzeitig intensiviert Russland seinen Krieg gegen die Ukraine mit verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung. Wenn Europa jetzt zögert, setzt es seine eigenen Werte und seine Sicherheit aufs Spiel. Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.
Wie kann der EU-Beitrittsprozess der Ukraine in einem zunehmend blockierten politischen Umfeld vorangebracht werden? Dieser Frage geht das neue gemeinsame Policy Paper des Zentrums Liberale Moderne (LibMod) und der Bertelsmann Stiftung nach. Unter dem Titel „Charting Ukraine’s EU Path – Engaging with Member States“ analysiert die Studie, warum die stärkere Einbindung der EU-Mitgliedstaaten zu einer zentralen Voraussetzung für Fortschritte im Erweiterungsprozess geworden ist – und wie Kyjiw und Brüssel ihre Strategien entsprechend anpassen können.
Der Liberalismus steckt in einer tiefen Krise – was sind die Ursachen und wie lässt sich diese Krise überwinden und liberales Denken erneuern? Darüber diskutierten der Politikwissenschaftler und Publizist Yascha Mounk (u.a. Johns Hopkins University und Sciences Po) sowie der polnische Historiker, Publizist und LibMod-Fellow Jaroslaw Kuisz. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass viele der politischen Gewissheiten, die um die Jahrtausendwende noch selbstverständlich schienen, heute brüchig geworden sind.
Der erste Preis unseres Essaywettbewerbs zu „Wirtschaft und Demokratie“ in der Kategorie „Nachwuchspreise“ geht an Matti Otten. Er schreibt über die Grundzüge einer neuen Fortschrittserzählung zur Verteidigung der liberalen Demokratie und Marktwirtschaft – von der Emanzipation zur Resilienz.
Der Exzellenzpreis unseres diesjährigen Essaywettbewerbs zum Verhältnis von „Wirtschaft und Demokratie“ geht an Armin Schäfer. Er meint: Autokratische Herrschaft lehnt rechtsstaatliche Prinzipien und marktwirtschaftlichen Regeln ab und erläutert, warum der Liberalismus egalitär sein muss.
Der zweite Preis im Rahmen unseres Essaywettbewerbs zu „Wirtschaft und Demokratie“ in der Kategorie „Nachwuchspreise“ geht an Nora Kürzdörfer. In ihrem Beitrag fragt sie, ob der internationale Warenaustausch inzwischen heruntergewirtschaftet ist zu einer politischen Waffe. Sie meint: Da hilft kein Klagen. Da hilft nur: gestalten!
Das neue Jahr startet so turbulent, wie das alte endete: brutale Repressionen im Iran, ein eskalierender Vernichtungskrieg gegen die Ukraine und ein Europa, das zu oft zögert. Warum Apathie strategisch fatal ist, weshalb Sanktionen und Entschlossenheit jetzt unverzichtbar sind – und warum die Ukraine der Prüfstein für Europas Zukunft bleibt. Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.
CO₂-Entnahme ist für wirksamen Klimaschutz unverzichtbar – weil Emissionsminderungen bislang nicht ausreichen. Anwendungen wie BioCCS und Pflanzenkohle bieten hier große, bislang kaum genutzte Potenziale zur dauerhaften CO₂-Bindung. Das Policy Paper von LibMod und Bellona zeigt Chancen, Zielkonflikte und politische Handlungsoptionen auf, um Bio-CCS zu einer tragenden Säule des deutschen Klimaschutzes zu machen.
„Gegner unserer liberalen Demokratie nicht in repräsentative Funktionen und einflussreiche Positionen zu bringen, halte ich für absolut legitim“, so Ralf Fücks im Streitgespräch der WamS mit Harald Martenstein, Thea Dorn und Ines Geipel.
Ralf Fücks warnt im Gespräch mit Welt TV vor den sicherheitspolitischen Plänen der USA in Grönland und meint: „Wir brauchen eine europäische Verteidigungsunion!“
Während die Europäische Union ihre Politik in Vorbereitung auf eine neue Erweiterungsrunde anpasst, sind die Beziehungen zwischen Moldau und der Europäischen Union (EU) in eine neue Entwicklungsphase eingetreten. Natalia Stercul (Foreign Policy Association of the Republic von Moldova) analysiert die Situation.
Ein Kompromiss zwischen der Europäischen Kommission, dem Europäischen Rat sowie dem Europäischen Parlament sieht vor, Pflanzen, die mittels moderner Gentechnik gezüchtet wurden, zu erlauben. In einem Fachgespräch haben wir mit hochkarätigem wissenschaftlichem Input und politischer Beteiligung die Details des Kompromisses und die Positionen hierzu diskutiert. Rena Barghusen und Lukas Daubner fassen die Ergebnisse zusammen.
Karolina Wigura und Jaroslaw Kuisz zeigen, wie Demokratien unter existenzieller Bedrohung – etwa Ukraine, Israel und Taiwan – aus historischen Traumata eine „posttraumatische Souveränität“ ableiten. Diese prägt Sicherheits- und Außenpolitik, stärkt die Anbindung an den Westen und nutzt Demokratie als Soft Power. Ihr Fazit: Unter Dauerbedrohung hat Souveränität Vorrang vor Demokratie – mit Folgen für liberale Normen.
Nach Jahren der Liberalisierung hat in Polen ein nationalistischer Backlash eingesetzt. Dabei spielt die Geschichte des Landes ebenso eine Rolle, wie die globale autoritäre Revolte.
Wird ein Trauma von Generation zu Generation vererbt? Was sagt uns das Trauma über Polen und Deutsche? Was verbindet, was trennt uns? Wie hat die Geschichte unsere Verhaltensweisen geprägt, unsere Ängste und Obsessionen?
Ralf Fücks fordert in seinem Kommentar mehr Europa und einen stärkeren europäischen Zusammenhalt bei Bewahrung seiner Vielfalt. In seinem Artikel, der zunächst bei Table Media erschien, erörtert er, wie wir Handlungsfähigkeit und Erweiterung der EU unter einen Hut bringen können.
Die von Russland ausgehenden sicherheitspolitischen Herausforderungen sind riesig: Der Angriffskrieg gegen die Ukraine geht unvermindert weiter, während sich die Politik der neuen US-Regierung gegenüber Europa drastisch verändert. Darüber diskutierten Expertinnen und Experten bei der achten Ausgabe unserer jährlichen Konferenz „Russia & the West“ am 16. Oktober in Berlin unter dem Motto „Rethinking Europe’s Security – Key Elements of a New Russia Strategy“. Lesen Sie den Bericht von Maria Sannikova-Franck.
Mit über zwei Jahren Verspätung erklärt Amnesty International das Massaker der islamistischen Hamas vom 7. Oktober 2023 als Kriegsverbrechen. Nur: Warum jetzt erst? Der Zeitpunkt lässt Amnesty in keinem guten Licht dastehen, meint unser Kolumnist Richard C. Schneider.
Europäische Spitzenpolitiker beraten in Berlin über ein Ende des Ukraine-Krieges – doch die zentralen Fragen bleiben ungelöst. Putins Strategie zielt auf Unterwerfung, nicht auf Frieden. Ob Europa dem etwas entgegensetzt, entscheidet sich jetzt: an militärischer Entschlossenheit, glaubwürdigen Sicherheitsgarantien und der Bereitschaft, eingefrorene russische Vermögen für die Ukraine zu nutzen. Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.
The EU is struggling to find a way to mobilize Russian assets frozen in the EU for Ukraine. The Belgian government in particular is citing legal and financial risks against the proposed “Ukraine reparations loan.” The expert opinion shows that such a loan does not entail any substantially new risks compared to the EU’s previous sanctions decisions; the advantages outweigh the disadvantages. We would like to thank attorney Patrick Heinemann for providing us with the expert opinion of the international team of authors.
Die Präsidentschaftswahl am 9. August 2020 und die folgenden Proteste haben das Belarus in den Fokus der europäischen Öffentlichkeit gerückt. Der autokratischen Langzeitherrscher Alexander Lukaschenka hat jegliche Legitimation verloren. Die Menschen in Belarus fordern einen demokratischen Wandel. Die EU sollte sie dabei unterstützen.
Georgien befindet sich auf dem Weg zu einer autoritären Machtkonsolidierung. Die systematische Einschränkung von Zivilgesellschaft, politischem Wettbewerb und Versammlungsfreiheit gehen einher mit einer außenpolitischen Abkehr von der EU. Ein Policy Paper von Nino Chachava und Saba Bachveli (beide: Civil Society Foundation, Georgia).
Die Ausreise von mehr als 120 politischen Gefangenen aus Belarus zeigt, wie effizient die USA ihre Politik in Europa verfolgen, schreibt der Belarus-Experte Felix Ackermann (Professor für Public History, Fernuniversität Hagen) nach der Freilassung in seiner Analyse.
Das Flaggschiff unserer russlandbezogenen Aktivitäten ist die jährliche internationale Konferenz „Russland und der Westen“. Sie ist Teil eines breiteren Spektrums von Aktivitäten, die zur Debatte über die deutsch-europäisch-russischen Beziehungen und zu einem tieferen Verständnis des Putin-Systems beitragen. Unsere Website www.russlandverstehen.eu bündelt diese Aktivitäten.
Parallel zu diesen Veranstaltungen und Publikationen bauen wir ein internationales Netzwerk von Russlandexpertinnen und ‑experten auf, das Beiträge zur Debatte über die europäische Russlandpolitik und die Zukunft des Landes nach dem Putin-Regime liefert.
Fast vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion zieht der Historiker Jan Claas Behrends (ZZF/Europa Universität Viadrina) eine historisch fundierte Bilanz – und warnt vor Illusionen über schnelle Verhandlungslösungen. Er zeigt, wie imperiale Traditionen, Gewaltpolitik und die Struktur des Putin-Regimes den Krieg prägen und warum Zugeständnisse an Moskau Eskalation begünstigen.
LibMod-Programmleiterin Kerstin Müller war während ihres Israelbesuches zu Gast im Podcast Tel Aviv Diary von Marc Schulman und spricht mit ihm über die Erfahrungen aus unserem Projekt „Netzwerk Nahost“ und die Frage, wie nach dem 7. Oktober Dialog zwischen Israelis und Palästinensern gelingen kann.
„Warum gelingt es ökologischer Modernisierung nicht, als erstrebenswertes Projekt wahrgenommen zu werden?“ fragt Soziologe Philipp Staab in seinem Buch Systemkrise. Und Lukas Daubner und Alexander Schwitteck fragen in ihrer Rezension für das Magazin FUTURZWEI, ob es Staab gelingt, eine gute Antwort darauf zu finden.
Noch ist unklar, was aus dem russisch-amerikanischen 28-Punkte-Plan zur Aufteilung der Ukraine wird. Die hektischen Verhandlungsbestrebungen der letzten Wochen haben keine der grundlegenden Streitfragen lösen können: Souveränität der Ukraine, russische Gebietsansprüche und Sicherheitsgarantien. Doch der nächste Plan kommt bestimmt. Mit dem folgenden Fünf-Punkte-Schnelltest lassen sich dessen Ernsthaftigkeit und Erfolgschancen einschätzen.
Dass Georgien in den Autoritarismus abgleitet, ist weit mehr als ein innenpolitischer Prozess. Russland testet dort, wie weit sich repressive Politik und antiwestliche Narrative verbreiten lassen, ohne dass die EU gegensteuert. Der zivilgesellschaftliche Widerstand ist stark, doch Europas Handeln ist unerlässlich, schreibt Khatia Kikalishvili.
Der deutsche Ukraine-Experte Andreas Umland sieht Moskau durch den Krieg in zunehmender Bedrängnis. Ob Peking Moskau über Wasser halten kann, sei schwer einzuschätzen. Der Historiker und Politologe (Stockholmer Zentrum für Osteuropastudien (SCEEUS) am Schwedischen Institut für internationale Angelegenheiten (UI)) sprach am Rande der 20. Konferenz „Polnische Ostpolitik“ des Kollegiums für Osteuropa in Breslau mit dem Journalisten Marek Pedziwol (Deutsche Welle).
Der Kreml ist heute das Hauptquartier einer antiliberalen Internationale, deren Netzwerke sich durch ganz Europa ziehen. Die Trennung der USA von Europa ist ein Langzeitprojekt russischer Hegemonialpolitik.
Chinas rasante Modernisierung ist mit einer gigantischen Kohlekraftwerksflotte befeuert worden. Infolgedessen ist China das Land mit den weltweit mit Abstand höchsten CO2-Emissionen. Zugleich ist China mittlerweile Marktführer bei vielen wichtigen „grünen“ Technologien. Lukas Daubner und Rena Barghusen fassen die Diskussion unseres hochrangig besetzten Strategiekreises Klimatransformation zusammen.
Im vierten Jahr nach der russischen Großinvasion in die Ukraine tun sich Deutschland und Europa immer noch schwer, aus der Bedrohung durch Moskau die richtigen Schlüsse zu ziehen. Bei der diesjährigen Podiumsdiskussion „Russland und der Westen“ wurden die Probleme und Herausforderungen diskutiert sowie dringende Handlungsempfehlungen ausgesprochen.
Den umstrittenen US-Friedensplan für die Ukraine bewertet Ralf Fücks als entscheidenden Moment für Europa. Im Gespräch mit ZDFheute fordert er ein selbstbewusstes Europa, das seine Sicherheit eigenständig organisiert und sich von der Abhängigkeit von den USA löst.
Am 12. November 2025 fand in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung die internationale Konferenz „Geopolitische Zeitenwende? – Die Ukraine und die Zukunft der EU“ statt, organisiert vom Zentrum Liberale Moderne in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung. Zahlreiche hochkarätige Panelistinnen und Panelisten debattierten über die Zukunft der EU und eine mögliche geopolitische Zeitenwende.
Angesichts des sich verschärfenden Globalkonflikts zwischen Demokratien und Autokratien bietet die 2025 zur Ukraineunterstützung gegründete „Koalition der Willigen“ (COW) ein Modell für gemeinsames Vorgehen liberaler Regierungen weltweit. Die COW liefert einen Entwurf – und womöglich Kern – für künftige multilaterale Zusammenarbeit zwischen demokratischen Ländern verschiedener Kontinente und kultureller Prägungen, analysiert Andreas Umland.
Israels militärisches Vorgehen im Nachbarland wird von den einen schon jetzt als Bruch des Völkerrechts kritisiert, von den anderen aber als verständliche Verteidigungsmaßnahme gesehen, wie unser Kolumnist Richard Schneider schreibt.
Spekulationen auf eine Mehrheit „rechts von der Mitte“ sind ein Spiel mit dem Feuer, analysiert Ralf Fücks in seinem Beitrag, der zunächst als Artikel im Tagesspiegel erschien und eine Replik auf den dort zuvor veröffentlichten Beitrag des Historikers Andreas Rödder ist.
Es knirscht im Gebälk der Republik. In den Umfragen liegt die AfD bundesweit vor der Union. Im Osten ist sie sowieso die mit Abstand stärkste Partei. Der Bannfluch „gesichert rechtsextrem“ schreckt nicht ab. Eher wird er als Versuch gewertet, unliebsame Positionen aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen, kommentiert Ralf Fücks.
Die Nachricht vom Tod unserer Freundin und Partnerin Maryna Worontzowa erfüllt uns mit tiefer Trauer. Die Gründerin der Hilfsinitiative „Bez Sumnivu“ stand für unerschütterlichen Mut, Wahrhaftigkeit und gelebte Solidarität – bis zuletzt. Ihr Einsatz für die Menschen in der Ukraine, selbst unter Lebensgefahr, macht sie zu einem Sinnbild echter Menschlichkeit. Wir werden Maryna nie vergessen.
Die niederländischen Wahlen brachten der linksliberalen D66 einen historischen Sieg – doch dahinter steht ein Land im Spannungsfeld zwischen nativistischen Tendenzen, geschwächter Linker und einer unter Druck stehenden Mitte. Eric Schliesser analysiert, was Jettens Triumph wirklich bedeutet – und welche Lehren Europas Liberale daraus ziehen können.
Am 10. und 11. November veranstaltete das Nahost-Netzwerk des Zentrums Liberale Moderne zwei politisch bedeutende Veranstaltungen in Israel und den palästinensischen Gebieten im Westjordanland, die einen offenen Dialog zwischen Israelis und Palästinensern ermöglichten. Trotz der angespannten Lage kamen mehr als 100 Teilnehmende zusammen, um über Perspektiven für Frieden, regionale Kooperation und die Zukunft diplomatischer Initiativen zu diskutieren.
Kaja Kallas – Europas entschiedene Stimme gegen Russland. Einst in Estland umstritten, wächst sie in Brüssel zur treibenden Kraft gegen Putins Aggression. Ihr Gegenbild: Anton Vaino, der stille Machtmanager im Kreml. Zwei Lebenswege, ein geopolitischer Konflikt.
Wer glaubt, ein vollständiger Rückzug Israels bringe automatisch Frieden, übersieht das zentrale Problem — die Hamas. Ohne klare Antwort darauf, wie ihre Macht gebrochen und ihre Entwaffnung sichergestellt werden soll, droht der Konflikt immer wieder neu auszubrechen. Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.
Nach einer langen Periode der gesellschaftlichen und politischen Liberalisierung sehen wir uns einer veritablen antiliberalen Gegenrevolution gegenüber. Wir müssen uns fragen, wo haben liberalen Ideen und Politik zu diesem Rückschlag beigetragen? Und was sind freiheitliche Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit? Eröffnungsrede von Ralf Fücks zur Konferenz „Liberalismus neu denken“.
CO₂-Entnahme ist bislang weitgehend ein Thema für Expertinnen und Experten. Die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Form des Klimaschutzes ist bisher kaum beleuchtet. Daher haben wir in Kooperation mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in einem Fachgespräch untersucht, wie die Öffentlichkeit auf CO₂-Entnahme blickt, wie einzelne Methoden wahrgenommen werden und wie Vertrauen in Entnahmeprojekte aufgebaut werden kann.
In einer von technologischen Veränderungen und geopolitischen Konflikten bestimmten Zukunft gerät die Demokratie in unruhiges Fahrwasser. Auch ein grundlegender emotionaler Zustand ist dafür von Bedeutung: Einsamkeit. Statt radikalisierter Schwärme, braucht es echte Begegnungsräume, eine demokratische „fünfte Gewalt“ und mediale Bildung, schreibt Karolina Wigura in ihrem Essay für das Journal RE/VISIONS.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine spielt sich längst nicht mehr nur an der Front ab. Hinter den Linien tobt ein verdeckter Kampf aus Sabotage, Spionage und gezielten Anschlägen. Nikolaus von Twickel beschreibt, wie sich seit 2014 aus Geheimdienstoperationen eine wachsende Partisanenbewegung entwickelt hat – vom Widerstand in den besetzten Gebieten bis hin zu Attacken im Herzen Russlands.
Die Ukraine sei schwach, weil die Europäische Union seit Jahren nicht entschieden und vereint genug agiert, betont Marieluise Beck im Interview mit Welt TV: „Wir müssen uns klar machen: Wenn Putin sein Ziel in der Ukraine erreicht, hat die EU Russland an seiner Ostflanke. Es geht um unsere Sicherheit.“
In Moldau wurde ein pro-russisches Szenario gerade noch verhindert, Georgien hingegen wurde bereits von Innen von Russland eingenommen, so Khatia Kikalishvili beim 21. Europe Summit in Salzburg. Die georgische Regierung zeige seit dem russischen Vernichtungskrieg gegenüber der Ukraine ihr wahres Gesicht. Sie betont, wie unmittelbar Freiheit in der Ukraine, in Georgien und Moldau mit der EU verbunden ist.
Im DLF-Interview kritisiert Ralf Fücks das schwache Bild, das die EU im Umgang mit Russlands eingefrorenen Vermögen und bei zentralen Zukunftsfragen abgibt. In einer Zeit, in der entschlossenes gemeinsames Handeln über Europas Sicherheit entscheidet, drohe die Union, sich als „Haufen egoistischer Zwerge“ zu blamieren. Fücks fordert eine klare Haltung: Russland stoppen, die Ukraine stärken – und Klimapolitik als Motor einer ökologischen Modernisierung begreifen, nicht als Belastung.
LibMod-Programmleiter Simon Schlegel fordert in einem Beitrag für H und G eine langfristige und entschlossene Europastrategie: Statt auf schnelle Deals zu setzen, müsse Europa Geduld zeigen, klare Ziele formulieren und die Ukraine systematisch stärken. Nur so könne Russlands Aggression gestoppt und ein gerechter Frieden ermöglicht werden.
Rede von Ralf Fücks, anlässlich der Vorstellung der Kretschmann-Biographie von Dagmar Seitzer, „Im Herzen grün“ in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin.
Der russische Angriffskrieg auf die ganze Ukraine hat Europa in die schwerste Krise seit 1945 gestürzt. Wie konnte es zu dieser Katastrophe kommen? Im Podcast der Salonkolumnisten: Khatia Kikalishvili, Dr. Gustav Dressel, Gabriele Woidelko, Prof. Jan Claas Behrends und Dr. Franziska Davies.
Ralf Fücks war mit einer LibMod-Reisegruppe in der Ukraine. Der folgende Beitrag schildert seine Eindrücke und formuliert politische Schlussfolgerungen. Der Text erschien zunächst in der Welt am Sonntag.
CO2-Entnahme wird zur Erreichung der Klimaziele zunehmend wichtiger. Eng verknüpft mit Fragen des Markthochlaufs und Politikinstrumenten ist das Thema Wahrnehmung und Akzeptanz der Technologien in der Öffentlichkeit. Das vorliegende Papier von Dr. Christine Merk gibt einen Überblick über den Stand der Forschung zum Thema Akzeptanz von CO2-Entnahme und liefert Hinweise, wie man Widerständen aus der Bevölkerung begegnen oder vorbeugen kann.
Israels militärisches Vorgehen im Nachbarland wird von den einen schon jetzt als Bruch des Völkerrechts kritisiert, von den anderen aber als verständliche Verteidigungsmaßnahme gesehen, wie unser Kolumnist Richard Schneider schreibt.
Europas Rechtspopulisten wissen geschickt das Erstarken des Antisemitismus für sich zu instrumentalisieren und suchen zugleich Nähe zu Netanjahu. In ihrem jüngsten Buch „Das Sterben der Demokratie“ widmen der Extremismus-Experte Peter Neumann und der Nahost-Autor und Kolumnist Richard C. Schneider diesem Phänomen ein eigenes Kapitel: „Die Sache mit den Juden“. Im Interview mit Till Schmidt spricht Richard C. Schneider über diese neue Allianz und den Antisemitismus der Neuen Rechten.
Die autoritäre DDR-Vergangenheit bestimmt bis heute Leben und Denken im Osten der Republik, schreibt Christoph Becker und blickt in seinem Gastbeitrag für t‑online auf das Wahlverhalten in den neuen Bundesländern. In dem hohen Zuspruch antiliberaler Kräfte sieht er historische Kontinuitäten, die bis in die frühkindliche Pädagogik hinein noch heute wirken. Er fordert eine Debatte darüber, welchen Wert wir Demokratie und Freiheit beimessen, um die Demokratiedistanz im Osten endlich zu durchschlagen.
Das Ziel des Überfalls der Hamas am 7. Oktober 2023 auf ein Musikfestival und mehrere Kibbuzim in Israel hatte zum Ziel, nicht nur so viele Juden wie möglich zu töten, er sollte auch signalisieren: „Ihr seid nirgendwo sicher!“ Die Hamas will keine Zwei-Staaten-Lösung, sie will die Auslöschung des jüdischen Staates. Mit dieser Hamas haben sich inzwischen Israelhasser und Antizionisten unterschiedlicher Couleur solidarisiert. Es ist eine Wiederkehr des Antisemitismus, so Ralf Fücks in seinem Zwischenruf. Er fordert: „Wir müssen dieser Epidemie entschieden entgegentreten!“
Präsident Trump hat einen 20-Punkte-Plan für einen Frieden in Nahost auf den Tisch gelegt. Nun ist es an der Hamas und an Israel, die Chance zu ergreifen: Das muss unter anderem beinhalten, die Geiseln freizulassen und es bedeutet einen schrittweisen militärischen Rückzug sowie humanitäre der Versorgung der Bevölkerung, erklärt Kerstin Müller, Programmleiterin des Libmod-Projekts „Netzwerk Nahost“ anlässlich des zweiten Jahrestags des Überfalls der Hamas am 7. Oktober 2023. Und sie nennt zentrale Bedingungen, die erfüllt werden müssen, damit ein nachhaltiger Frieden gelingt.
Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 dauert der Krieg in Gaza an. Die Aussicht auf Frieden im gesamten Nahen Osten scheint aussichtsloser denn je. Inmitten dieser schwierigen Lage haben wir im Sommer 2024 mit unserem Projekt „Netzwerk Nahost“ begonnen. Sämtliche Veröffentlichungen zu unserem produktiven und erfolgsversprechenden Austausch haben wir hier für Sie zusammengefasst.
Das Verhältnis zwischen Christentum und Liberalismus ist historisch spannungsreich. Und heute? Einerseits werden religiöse Narrative von jenen, die den Liberalismus zu Fall bringen wollen, instrumentalisiert – andererseits können christliche Perspektiven wichtige Beiträge zur Bewältigung aktueller Krisen liefern.
Der Liberalismus steht weltweit unter Druck – Populismus, autoritäre Regime und globale Krisen stellen seine Grundprinzipien auf die Probe. Was bedeutet Freiheit heute? Diskutieren Sie mit uns am 04. November 2025 beim Auftakt des Editionsprojekts Vordenker der liberalen Moderne – mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
Manche seiner Bücher haben sich als prophetisch erwiesen. Bis heute ist Vladimir Sorokin ein scharfer Beobachter der politischen Verhältnisse in Russland. Im Interview urteilt der Autor schonungslos über das Regime Putin, das nur noch mit Gewalt und Angst regieren könne.
Als Präsident Emmanuel Macron sich mit dem israelischen Fernsehsender Channel 12 zusammensetzte, erklärte er, dass die Ernennung eines Vizepräsidenten für die Palästinensische Autonomiebehörde ein ausreichender Reformschritt sei, um die Anerkennung eines palästinensischen Staates durch Frankreich zu rechtfertigen. Mit diesen Worten gab Macron Mahmoud Abbas einen Freifahrtschein – er applaudierte einer kosmetischen Geste und ignorierte dabei die einzige Reform, die die Palästinenser seit fast zwei Jahrzehnten fordern: das Recht, an freien Präsidentschafts- und Parlamentswahlen teilzunehmen.
Seit einem Jahr im Dialog: Israelis, Palästinenser und regionale Akteure beraten im Netzwerk Nahost gemeinsam über Wege aus dem Krieg in Gaza, die Befreiung der Geiseln und eine friedliche Zukunft. Am 15. und 16. September hat das Netzwerk seine fünfte Dialogrunde erfolgreich abgeschlossen. Der vom Zentrum Liberale Moderne organisierte Austausch schafft Vertrauen, bringt neue Ideen hervor und bindet erstmals auch Stimmen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft ein.
Seit fast zwei Jahren – seit dem 7. Oktober 2023, als die Terrororganisation Hamas Israel überfiel, 1.200 Zivilisten ermordete und 240 Geiseln nahm – herrscht Krieg in Gaza. Der Konflikt wird mit unverminderter Härte geführt – von beiden Seiten. Kerstin Müller, Programmleiterin Netzwerk Nahost, ordnet die aktuelle Lage ein und erklärt, warum eine Anerkennung eines palästinensischen Staates derzeit reine Symbolpolitik wäre.
Seit fast zwei Jahren – seit dem 7. Oktober 2023, als die Terrororganisation Hamas Israel überfiel, 1.200 Zivilisten ermordete und 240 Geiseln nahm – herrscht Krieg in Gaza. Der Konflikt wird mit unverminderter Härte geführt – von beiden Seiten. Kerstin Müller, Programmleiterin Netzwerk Nahost, ordnet die aktuelle Lage ein und erklärt, warum eine Anerkennung eines palästinensischen Staates derzeit reine Symbolpolitik ist.
Ralf Fücks fordert im Interview mit der WELT in der Debatte um eingefrorene russische Staatsgelder einen entschlosseneren politischen Willen Europas und spricht sich dafür aus, die russischen Vermögenswerte konsequent als Darlehen für die Ukraine einzusetzen.
Was für ein Abend, was für ein Empfang!
Am 11. September feierten wir unseren Jahresempfang mit zahlreichen Freunden, Wegbegleitern und Partnern von LibMod – ein starkes Signal für die liberale Demokratie in herausfordernden Zeiten.
Das Netzwerk Nahost besteht aus einer kleinen Gruppe von Politikexperten und ‑expertinnen, Aktivisten und Aktivistinnen, sowie Vertretern und Vertreterinnen aus Think Tanks und NGOs aus Israel, den Palästinensischen Gebieten, sowie regionalen Akteuren aus Ägypten und Saudi-Arabien. In diesem kurzen Filmbeitrag erzählen einige Mitglieder was sie motiviert, auf eine Veränderung der Konfliktdynamik hinzuarbeiten und welche Chancen sie in der Krise sehen.
Die Wurzel politischen Handelns ist die existenzielle Angst vor dem eigenen Tod, schreibt Vlatko Sekulovic. Während der Nationalismus Unsterblichkeit durch die Nation verspricht und die Feindseligkeit gegenüber „dem Anderen“ aufrechterhält, zielt der Liberalismus darauf ab, Angst durch Kreativität und Freiheit zu transformieren und so Raum für Dialog und Pluralität zu schaffen. Eine neue Kritik am Nationalismus muss daher falsche Versprechungen aufdecken, fordert der serbische Anwalt und frühere Staatssekretär.
Über den Umgang mit der eigenen Geschichte, deren Aufarbeitung und die Beziehung zum westlichen Nachbarn ist in Polen ein heftiger Streit entbrannt. Stephan Stach ordnet die Situation im Deutschlandfunk ein.
Ralf Fücks macht im Gespräch bei Deutschlandfunk Kultur deutlich: Frieden gibt es nur, wenn Putin den Krieg zu verlieren fürchten muss. Er berichtet von seinen Eindrücken aus Lwiw und Kiew, warnt vor Illusionen über Verhandlungen – und fordert mehr Entschlossenheit von Europa. Außerdem spricht er über die politische Krise in Frankreich, Deutschlands Reformstau und den Aufstieg der AfD.
Die Stadt Odesa hat Roman Schwarzman und Marieluise Beck die Ehrenbürgerwürde verliehen. Damit würdigt sie ihr Engagement für Erinnerung, jüdisches Leben und humanitäre Solidarität – und bekräftigt zugleich die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bremen und Odesa in Zeiten von Krieg und Bedrohung.
Ein Streit um Provenienzforschung am Pilecki-Institut eskalierte zu einer politischen Affäre, die in Polen hohe Wellen schlug und auch die deutsch-polnischen Beziehungen berührt. In der FAZ analysiert LibMod-Programmdirektor Stephan Stach die Hintergründe und Folgen des Falls.
Bei den Beratungen der „Koalition der Willigen“ in Paris warnt Ralf Fücks vor Symbolpolitik. Bevor über Sicherheitsgarantien gesprochen werden könne, brauche es ein Ende des Krieges – zu akzeptablen Bedingungen für die Ukraine. Dafür seien Investitionen in Waffenproduktion und volle Entschlossenheit nötig.
Die Debatte um Neue Genomische Techniken (NGT) geht in die vorerst finale Runde: Bald soll auf EU-Ebene entschieden werden, ob und unter welchen Bedingungen die neuen Methoden der Pflanzenzüchtung in der EU angewendet werden können. Martin Reich vom Öko-Progressiven Netzwerk fasst zusammen, warum die Ängste vor der Neuregulierung überzogen sind und die Landwirtschaft NGT benötigt, um unter den Bedingungen des fortgeschrittenen Klimawandels, Nahrungsmittel zu produzieren.
Wenn die israelische Armee wie von der Regierung befohlen Gaza-Stadt erobern sollte, stünde das Land an einem historischen Wendepunkt, analysiert Richard C. Schneider in seiner aktuellen Kolumne und schaut auf das Für und Wider eines israelischen Angriffs auf Gaza-Stadt.
Das Regime von Oligarch Bidzina Iwanischwili friert EU-Mittel für georgische NGOs ein: Ein gezielter Angriff auf die Zivilgesellschaft Georgiens, die Demokratie und den in der georgischen Verfassung verankerten Europakurs.
…fragt Marieluise Beck in ihrem Gastbeitrag für die Jüdische Allgemeine und warnt schon vor dem Alaska-Gipfel davor, dass Trump Putins Spiel mitspielt: Das könne das Ende eines freien Europas einläuten.
Es besteht Einigkeit darüber, dass vor einem Abkommen zwischen Russland und der Ukraine glaubwürdige Zusicherungen erforderlich sind, aber wie könnten diese aussehen? LibMod-Referentin Daria Malling in einem Beitrag der türkischen Zeitung Anadolu.
Angesichts wachsender globaler Unsicherheiten und sich überlagernder multipler Krisen gewinnt das Thema Resilienz eine neue Dringlichkeit. Ob Klimakrise, geopolitische Spannungen und Kriege, Cyberangriffe oder Desinformation – die Verwundbarkeit moderner Gesellschaften zeigt sich in allen Bereichen. Deutschland und seine Partner stehen damit vor der zentralen Aufgabe, ihre Widerstandsfähigkeit umfassend und vorausschauend zu stärken.
Vor 50 Jahren wurde die KSZE-Schlussakte in Helsinki unterzeichnet. Das Dokument sollte den Kalten Krieg mit dem Prinzip der „friedlichen Koexistenz” entschärfen, indem es die sowjetische Kontrolle über Osteuropa legitimierte. Unerwartet aber setzte es etwas in Gang, was die kommunistischen Regime ins Wanken brachte: Es machte Menschenrechte zu einem Faktor internationaler Politik, schreibt Sergej Lukaschewski.
LibMod-Referentin Daria Malling und andere in Berlin lebende Ukrainer haben das Treffen zwischen Trump und Putin genau verfolgt. Wie sie es bewerten und worauf sie nun hoffen.
… erklärt Daria Malling im Interview mit der Berliner Morgenpost anlässlich des Treffens zwischen Trump und Putin in Alaska. Und Viktoria Savchuk ergänzt: „Die territoriale Sicherheit und Unversehrtheit der Ukraine ist der wichtigste Punkt.“
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