Unterstützung für die Ukraine: Abwägung zwischen militärischer und finanzieller Hilfe

Die Widerstandsfähigkeit der Ukraine hängt von ausgewogener internationaler Unterstützung ab, die Militärhilfe, Notfallwiederaufbau und langfristige Erneuerung kombiniert. Ein neuer Policy Brief der Ökonomin Oleksandra Betliy zeigt, wie strategische Verteidigungsinvestitionen Gesamtkosten senken und gleichzeitig deutsche Industrie und europäische Sicherheit stärken.
Beitrag in der Reihe Wiederaufbau im Kriegszustand – Chancen und Risiken
Die Ukraine berechnet die Dauer des Krieges auf zwei Arten: mehr als 4.350 Tage seit Beginn der russischen Aggression im Jahr 2014 und mehr als 1.400 Tage seit der vollständigen Invasion am 24. Februar 2022. Während dieser Zeit hat die Ukraine Widerstandsfähigkeit bewiesen, Reformen durchgeführt und eng mit internationalen Partnern zusammengearbeitet. Die militärische und finanzielle Unterstützung durch internationale Geber, darunter sowohl Staaten als auch Organisationen, war für die Durchhaltefähigkeit der Ukraine inmitten des Krieges von entscheidender Bedeutung.
Während des umfassenden Krieges haben internationale Partner häufig ihre Solidarität und ihre Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht, der Ukraine zum Sieg zu verhelfen, auch wenn die Taten manchmal hinter diesen Worten zurückblieben. Dies ist eine gemeinsame Herausforderung für Regierungen weltweit. Im Herbst 2022 erklärte Bundeskanzler Olaf Scholz auf einer Konferenz in Berlin, dass „der beste Wiederaufbau der ist, der nicht stattfinden muss“, und betonte damit die Dringlichkeit eines Sieges der Ukraine. Auf der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz 2025 betonte Bundeskanzler Friedrich Merz: „Wir müssen diese Drohnen und Raketen stoppen, die auf Sie zufliegen.“ Zwischen diesen Äußerungen hat die Ukraine jahrelange Verluste an Menschenleben und Territorium sowie umfangreiche Schäden an der Infrastruktur erlitten, deren Wiederaufbau Hunderte von Milliarden Euro kosten wird. Erst 2025, nachdem die Vereinigten Staaten ihre militärische Unterstützung beendet hatten, erkannten die Länder der Europäischen Union ihre Verantwortung für die Bereitstellung militärischer Hilfe für die Ukraine, nach dem viel wertvolle Zeit verstrichen war.
Stabilisierung und Wiederaufbau erfordern einen ausgewogenen Ansatz, der militärische Hilfe, notfallmäßige Reparaturen und die Vorbereitung auf groß angelegte Wiederaufbaumaßnahmen umfasst. Diese Elemente werden in diesem Papier ausführlich untersucht.
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