Webinar­reihe „Energe­tisch sicher: Wege zu einem unabhän­gigen, klima­neu­tralen Energiesystem“

Wann: mittwochs 13–14 Uhr, ab dem 14. Oktober
Wo: Online (Anmeldung unten) 

Energie­si­cherheit im 21. Jahrhundert ist längst mehr als eine Frage verläss­licher Versorgung. Der russische Angriffs­krieg gegen die Ukraine und die jüngsten Eskala­tionen im Nahen Osten verdeut­lichen, wie stark fossile Energie­ab­hän­gig­keiten wirtschaft­liche Stabi­lität, politische Handlungs­fä­higkeit und Sicherheit beein­flussen. Öl, Gas und kritische Rohstoffe sind nicht nur Handels­güter, sondern auch geopo­li­tische Macht­in­stru­mente. Wie und wo sie einge­setzt werden, schafft bestimmte Abhän­gig­keiten und beein­flusst die Sicherheit, Nachhal­tigkeit und Wirtschaft­lichkeit Deutsch­lands.  

Wie können wir diese Abhän­gig­keiten verringern? Und wie kann die Energie­wende dazu beitragen, Deutschland unabhän­giger, resili­enter und zukunfts­fä­higer zu machen? 

Diesen Fragen widmet sich die gemeinsame Webinar­reihe von Zentrum Liberale Moderne und WWF: Zum Auftakt der Reihe werfen wir einen Blick auf die Rohstoff‑, und Energie-Abhän­gig­keiten Deutsch­lands und Europas und disku­tieren mögliche Wege, sie zu reduzieren. In den folgenden Sitzungen beleuchten wir einzelne Themen genauer – von Gaswende über Erdöl­krise bis zu Schlüs­sel­tech­no­logien für die Elektri­fi­zierung unserer Energie­ver­sorgung. Dabei geht es auch um die Frage, wie die Energie­wende als Moder­ni­sie­rungs­projekt gestaltet und Versor­gungs­si­cherheit, Wettbe­werbs­fä­higkeit sowie Klima­schutz gemeinsam gestärkt werden können. 

Pro Termin geben ein bis zwei Exper­tinnen oder Experten kurze Impulse. Anschließend disku­tieren wir gemeinsam und greifen schrift­liche Fragen der Teilneh­menden auf. 

Seien Sie dabei und disku­tieren Sie mit uns, wie ein Energie­system aussehen kann, das Deutschland unabhän­giger, sicherer und klima­neutral macht!

Termine

Die Webinare starten am Mittwoch, den 14. Oktober. Die zweite Sitzung findet eine Woche später, am 21. Oktober statt. Alle darauf­fol­gende Webinare finden anschließend zweiwö­chentlich mittwochs von 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr statt. 

Der russische Angriffs­krieg gegen die Ukraine und die jüngsten Eskala­tionen im Nahen Osten haben erneut deutlich gemacht, dass fossile Energie­ab­hän­gig­keiten nicht nur wirtschaft­liche, sondern auch erheb­liche geopo­li­tische und sicher­heits­po­li­tische Risiken bergen. Öl, Gas und kritische Rohstoffe sind nicht allein Handels­güter, sondern zugleich Macht­in­stru­mente, die Liefer- und Preis­ri­siken, außen­po­li­tische Verwund­barkeit und strate­gische Abhän­gig­keiten schaffen können. 

Im ersten Webinar unserer viertei­ligen Reihe “Energe­tisch sicher: Wege zu einem unabhän­gigen, klima­neu­tralen Energie­system” widmen wir uns den Abhän­gig­keiten unseres Energie­systems und den Risiken, die aus fossilen Energie­im­porten erwachsen. Gemeinsam disku­tieren wir die Zusam­men­hänge zwischen Klima‑, Energie- und Sicher­heits­po­litik, erörtern Strategien zur Stärkung der energie­po­li­ti­schen Resilienz und beleuchten die politi­schen Heraus­for­de­rungen auf dem Weg zu mehr Unabhän­gigkeit und Versorgungssicherheit. 

Die Reihe richtet sich an ein inter­es­siertes Fachpu­blikum mit Vorkennt­nissen in Klima‑, Energie- oder Sicher­heits­po­litik. Die Webinare beginnen am 14. Oktober und finden anschließend in Zwei-Wochen-Rhythmus mittwochs um 13:00 Uhr statt. Pro Termin geben ein bis zwei Exper­tinnen oder Experten kurze Impulse. Im Anschluss findet eine moderierte Diskussion statt, in der Teilneh­mende auch die Gelegenheit haben, Fragen schriftlich zu stellen. 

Gas galt lange als Übergangs­en­er­gie­träger auf dem Weg aus der Kohle – doch wie sicher ist diese Übergangs­lösung tatsächlich? Fossile Gasim­porte schaffen Abhän­gig­keiten, die längst nicht mehr nur ökono­mi­scher Natur sind: Sie betreffen staat­liche Souve­rä­nität ebenso wie die Verwund­barkeit einzelner Verbraucher:innen.  

Im Rahmen des Webinars werden zwei Perspek­tiven auf die zentrale Frage vorge­stellt: Wie gestalten wir eine sichere Gaswende? 

Professor Raffaele Piria von Ecologic Institute zeigt, wo bestehende und neue Abhän­gig­keiten im Gassektor entstehen und geht der Frage nach, Welche Maßnahmen stärken die Versor­gungs­si­cherheit heute, und welche sind notwendig, um die Abhän­gigkeit von Petro­staaten und kriti­schen Trans­port­routen dauerhaft zu verringern? 

Doch selbst eine konse­quente Suffi­zienz, Effizienz und Elektri­fi­zierung werden voraus­sichtlich an ihre Grenzen stoßen. Dr. Kirsten Westphal nimmt Wasser­stoff und Biomethan im Blick und fragt, in welchen Anwen­dungs­be­reichen diese grünen Gase sinnvoll einge­setzt werden können und wo ihr Einsatz kritisch zu hinter­fragen ist. Denn auch grüne Moleküle können neue Abhän­gig­keiten schaffen. 

Im Anschluss findet eine moderierte Diskussion statt, in der Teilneh­mende auch die Gelegenheit haben, Fragen schriftlich zu stellen. 

Der russische Angriffs­krieg gegen die Ukraine und die jüngsten Eskala­tionen im Nahen Osten haben erneut deutlich gemacht, dass fossile Energie­ab­hän­gig­keiten nicht nur wirtschaft­liche, sondern auch erheb­liche geopo­li­tische und sicher­heits­po­li­tische Risiken bergen. Gleich­zeitig zeigen die dadurch ausge­lösten Preis­schocks und die steigende Nachfrage nach sauberen Energie­tech­no­logien, dass Krisen und Knapp­heiten auch Impulse für den Ausstieg aus fossilen Energie­trägern setzen können. 

Im dritten Webinar unserer viertei­ligen Reihe werfen wir deshalb einen vertieften Blick auf unsere Abhän­gigkeit von Erdöl. Dabei gehen wir zentralen Fragen nach: Wie abhängig sind wir heute von Ölimporten und wie hat sich diese Abhän­gigkeit im Zeitverlauf verändert? Welche Auswir­kungen haben Ölkrisen auf Wirtschaft, Gesell­schaft und die Energie­wende? Können geopo­li­tische Krisen den Wandel hin zu einer klima­neu­tralen Energie­ver­sorgung beschleu­nigen oder bremsen? Und welche politi­schen und gesell­schaft­lichen Maßnahmen sind geeignet, den Erdöl­ver­brauch nachhaltig zu reduzieren? 

Gemeinsam disku­tieren wir, welche Lehren aus vergan­genen und aktuellen Ölkrisen gezogen werden können und welche Rolle sie für die Trans­for­mation unseres Energie­systems spielen. 

Elektri­fi­zierung auf Basis von Erneu­er­baren Energien ist der zentrale Hebel der Energie­wende: Strom aus Wind und Sonne, der in E‑Autos, Wärme­pumpen, Elektro­den­kesseln und Batte­rie­spei­chern genutzt wird, ersetzt fossile Energie­träger. Klima­schutz und wirtschaft­liche Resilienz lassen sich so mitein­ander verbinden. 

Bei einigen Schlüs­sel­tech­no­logien, wie Solar­mo­dulen, Batte­rie­zellen und dafür nötige Rohstoffe hängt eine funktio­nie­rende Liefer­kette jedoch entscheidend von China ab. 

Das vierte und letzte Webinar unserer Reihe nimmt sich diesem Zielkon­flikt an: Es ordnet ein, wie Elektri­fi­zierung und Erneu­erbare Energien die Abkehr von fossilen Energie­trägern besiegeln und die Grundlage für Klima­neu­trä­lität und Unabhän­gigkeit bilden. Es beleuchtet zudem, mit welchen Maßnahmen sich neue Abhän­gig­keiten reduzieren lassen, ohne das Tempo der Energie­wende zu bremsen. 

Hierüber möchten wir mit Prof. Heidi Heinrichs von Forschungs­zentrum Jülich, mit Prof. Jan Rosenow, Professor an der Oxford University sowie mit Ihnen diskutieren. 

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