Wie kann der EU-Beitrittsprozess der Ukraine in einem zunehmend blockierten politischen Umfeld vorangebracht werden? Dieser Frage geht das neue gemeinsame Policy Paper des Zentrums Liberale Moderne (LibMod) und der Bertelsmann Stiftung nach. Unter dem Titel „Charting Ukraine’s EU Path – Engaging with Member States“ analysiert die Studie, warum die stärkere Einbindung der EU-Mitgliedstaaten zu einer zentralen Voraussetzung für Fortschritte im Erweiterungsprozess geworden ist – und wie Kyjiw und Brüssel ihre Strategien entsprechend anpassen können.
Die von Russland ausgehenden sicherheitspolitischen Herausforderungen sind riesig: Der Angriffskrieg gegen die Ukraine geht unvermindert weiter, während sich die Politik der neuen US-Regierung gegenüber Europa drastisch verändert. Darüber diskutierten Expertinnen und Experten bei der achten Ausgabe unserer jährlichen Konferenz „Russia & the West“ am 16. Oktober in Berlin unter dem Motto „Rethinking Europe’s Security – Key Elements of a New Russia Strategy“. Lesen Sie den Bericht von Maria Sannikova-Franck.
Georgien befindet sich auf dem Weg zu einer autoritären Machtkonsolidierung. Die systematische Einschränkung von Zivilgesellschaft, politischem Wettbewerb und Versammlungsfreiheit gehen einher mit einer außenpolitischen Abkehr von der EU. Ein Policy Paper von Nino Chachava und Saba Bachveli (beide: Civil Society Foundation, Georgia).
Die Ausreise von mehr als 120 politischen Gefangenen aus Belarus zeigt, wie effizient die USA ihre Politik in Europa verfolgen, schreibt der Belarus-Experte Felix Ackermann (Professor für Public History, Fernuniversität Hagen) nach der Freilassung in seiner Analyse.
Fast vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion zieht der Historiker Jan Claas Behrends (ZZF/Europa Universität Viadrina) eine historisch fundierte Bilanz – und warnt vor Illusionen über schnelle Verhandlungslösungen. Er zeigt, wie imperiale Traditionen, Gewaltpolitik und die Struktur des Putin-Regimes den Krieg prägen und warum Zugeständnisse an Moskau Eskalation begünstigen.
Dass Georgien in den Autoritarismus abgleitet, ist weit mehr als ein innenpolitischer Prozess. Russland testet dort, wie weit sich repressive Politik und antiwestliche Narrative verbreiten lassen, ohne dass die EU gegensteuert. Der zivilgesellschaftliche Widerstand ist stark, doch Europas Handeln ist unerlässlich, schreibt Khatia Kikalishvili.
Der deutsche Ukraine-Experte Andreas Umland sieht Moskau durch den Krieg in zunehmender Bedrängnis. Ob Peking Moskau über Wasser halten kann, sei schwer einzuschätzen. Der Historiker und Politologe (Stockholmer Zentrum für Osteuropastudien (SCEEUS) am Schwedischen Institut für internationale Angelegenheiten (UI)) sprach am Rande der 20. Konferenz „Polnische Ostpolitik“ des Kollegiums für Osteuropa in Breslau mit dem Journalisten Marek Pedziwol (Deutsche Welle).
Im vierten Jahr nach der russischen Großinvasion in die Ukraine tun sich Deutschland und Europa immer noch schwer, aus der Bedrohung durch Moskau die richtigen Schlüsse zu ziehen. Bei der diesjährigen Podiumsdiskussion „Russland und der Westen“ wurden die Probleme und Herausforderungen diskutiert sowie dringende Handlungsempfehlungen ausgesprochen.
Am 12. November 2025 fand in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung die internationale Konferenz „Geopolitische Zeitenwende? – Die Ukraine und die Zukunft der EU“ statt, organisiert vom Zentrum Liberale Moderne in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung. Zahlreiche hochkarätige Panelistinnen und Panelisten debattierten über die Zukunft der EU und eine mögliche geopolitische Zeitenwende.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.