Policy Paper: Interaktion oder Integration? Die Rolle von CDR im EU-ETS 1

CO₂-Entnahme wird ein wichtiger Teil der Klimapolitik – darf aber Emissionsminderungen nicht ausbremsen. Ein neues Policy Paper von Milan Loose (Bellona Deutschland) zeigt, wie eine verantwortungsvolle Verbindung mit dem EU-Emissionshandel aussehen kann – und warum dabei Vorsicht geboten ist.
CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen, wird ein wichtiger Baustein der Klimapolitik. Aber Entnahme darf nicht zur Ausrede werden, Emissionen langsamer zu senken.
Ein Vorschlag ist, Zertifikate für CO₂-Entnahme direkt in den europäischen Emissionshandel einzubeziehen. Genau hier ist Vorsicht geboten: Werden Entnahmen zu früh oder zu pauschal mit Emissionen verrechnet, kann das Klimaschutz verzögern, Märkte verzerren und falsche Anreize setzen.
In unserem Beitrag fasst Milan Loose von Bellona Deutschland zusammen, wie eine verantwortungsvolle Verbindung von CO₂-Entnahme und EU-Emissionshandel aussehen könnte: schrittweise, mit strengen Kriterien und zunächst nur für dauerhaft gespeichertes CO₂. Ergänzend braucht es Finanzierungsinstrumente, die den Aufbau von CO₂-Entnahme-Projekten schon jetzt ermöglichen.
Wie realistische Finanzierungsoptionen aussehen können, haben wir gemeinsam mit Bellona Deutschland in einem zusätzlichen Policy Paper analysiert, welches in Kürze veröffentlicht wird.

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