Policy Paper: Netto-Null verteidigen – eine neue Rolle für CO2-Entnahme

Ohne kurzfristige Fortschritte in der Umsetzung konkreter Projekte könnte CDR politisch scheitern. Das voranschreitende „climate backsliding“ – die strategisch vorangetriebene Abschwächung und Rückabwicklung von Klimapolitik – droht die politische Grundlage für CO2-Entnahme (Carbon Dioxide Removal, CDR) auszuhöhlen, argumentiert der CDR-Experte Felix Schenuit von der Stiftung Wissenschaft und Politik in seinem Policy Paper.
Der Hype um CO2-Entnahme der vergangenen Jahre basierte auf der Einsicht, dass sie unverzichtbar für das Erreichen der Treibhausgasneutralität ist. Erodieren das politische Bekenntnis und die Verbindlichkeit des Netto-Null-Ziels, verliert die CO2-Entnahme politisch an Bedeutung und entsprechende Investitionen werden infrage gestellt. Ohne kurzfristige Beiträge zur Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz ist CDR noch stärker als andere Dekarbonisierungstechnologien auf einen stabilen klimapolitischen Rahmen angewiesen. Umso wichtiger ist es, die nächsten Schritte in der CDR-Politik so auszugestalten, dass sie Netto-Null bestmöglich stützt und verteidigt. Dazu braucht es eine Abkehr von der buchhalterischen hin zu einer industriepolitisch geprägten Perspektive auf die Rolle von CDR in der Klimapolitik.
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