Aktuell auf libmod.de

In Deutsch­land eta­bliert sich die AFD als Sys­te­m­op­po­si­tion von Rechts. Der offenen Gesell­schaft setzt sie den Rückzug in die natio­nale Gemein­schaft gegen­über, der Viel­falt moder­ner Gesell­schaf­ten die Fiktion eth­ni­scher und kul­tu­rel­ler Homogenität. 

Warum verfängt die Rhetorik der AfD, obwohl ihre politi­schen Versprechen so leicht zu durch­schauen sind? Nicht allein Sachar­gu­mente entscheiden, sondern auch Gefühle von Kränkung, Frustration und Ressen­timent, argumen­tiert Marie­luise Beck. Ein Plädoyer dafür, die emotionale Dynamik hinter dem Erfolg der Rechts­po­pu­listen endlich ernst zu nehmen.

LibMod freut sich sehr, auch 2026 wieder als Partner an der vierten Auflage von „Café Kyiv“ teilzu­nehmen, organi­siert von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Am 23. Februar 2026 laden wir herzlich zu vier Podiums­dis­kus­sionen ein. Zusätzlich wird LibMod Ukraine-Program­m­­leiter Simon Schlegel an einem weiteren Panel auf der Book Stage teilnehmen. Das Cafe Kyiv verbindet Politik, Wissen­schaft, Kultur, Innovation und Networking. Dabei stehen insbe­sondere die Themen Freiheit, Sicherheit und Wieder­aufbau im Vordergrund.

Nach dem Abschied ihrer Galions­fi­guren Habeck und Baerbock stecken die Grünen in einer Phase der Orien­tie­rungs­lo­sigkeit – zwischen Regie­rungs­an­spruch, Identi­täts­de­batten und wachsendem Gegenwind. Wird die Partei die Kraft findet, sich neu zu erfinden und wieder zum Reform­motor zu werden, fragt Ralf Fücks und zieht in seinem Gastbeitrag für Welt nüchtern Bilanz.

Soziales, Gesundheit und Arbeits­markt verschlingen bereits mehr als die Hälfte des Bundes­haus­halts – Tendenz steigend. Während die Wirtschaft stagniert und der Fachkräf­te­mangel wächst, wird jede Debatte über Reformen reflexhaft abgewürgt. Doch wer den Sozial­staat erhalten will, muss unbequeme Verän­de­rungen zulassen – sonst wird er zum Opfer der eigenen Reform­ver­wei­gerung. Ein Zwischenruf von Ralf Fücks.

Vor wenigen Tagen dekla­rierte der Regie­rende Bürger­meister von Berlin eine Bewerbung für die EXPO 2035 als eine “Riesen­chance” für die deutsche Haupt­stadt. Wieso das? Was soll die Expo in Berlin? Jessica Gienow-Hecht, Leiterin der Abteilung Geschichte am John‑F.-Kennedy Institut für Nordame­ri­ka­studien der FU Berlin über Sinn und Zweck der Expo.

Der Klima­wandel ist eine der größten Heraus­for­de­rungen unserer Zeit. Zeitgleich besteht ein anhal­tendes Interesse an der Nutzung und Entwicklung von Künst­licher Intel­ligenz (KI), einer Techno­logie, die für ihren Betrieb große Mengen Energie und natür­liche Ressourcen benötigt. Laura State vom Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesell­schaft zeigt, wie Klima­wandel und KI zusam­men­wirken und wie KI bei der Bekämpfung des Klima­wandels helfen kann.

Europa ist weiterhin auf die militä­rische Abschre­ckungs­kraft der USA angewiesen, obwohl Washington den Europäern und Ukrainern kein zuver­läs­siger Partner mehr ist. Doch Europa verfügt über eigene Handlungs­spiel­räume, insbe­sondere durch wirtschafts­po­li­tische Hebel und den Aufbau einer neuen, engeren Vertei­di­gungs­zu­sam­men­arbeit. Der ehemalige Diplomat Johannes Regen­brecht analy­siert die Verhand­lungen und erörtert, wie sich die europäische Sicher­heits­ordnung erneuern kann. 

Die Ukraine benö­tigt das größte Wie­der­auf­bau­pro­gramm Europas seit dem Zweiten Welt­krieg, mit geschätz­tem Bedarf von 524 Mil­li­ar­den US-Dollar. Ein neuer Policy Brief des Direk­tors des United Ukraine Think Tank, Igor Popov, skiz­ziert stra­te­gi­sche Prio­ri­tä­ten, die über Wie­der­auf­bau hin­aus­ge­hen und gegen­sei­ti­gen Nutzen für Ukraine und Europa schaffen.

Die Wider­stands­fä­hig­keit der Ukraine hängt von aus­ge­wo­ge­ner inter­na­tio­na­ler Unter­stüt­zung ab, die Mili­tär­hilfe, Not­fall­wie­der­auf­bau und lang­fris­tige Erneue­rung kom­bi­niert. Ein neuer Policy Brief der Öko­no­min Olek­san­dra Betliy zeigt, wie stra­te­gi­sche Ver­tei­di­gungs­in­ves­ti­tio­nen Gesamt­kos­ten senken und gleich­zei­tig deut­sche Indus­trie und euro­päi­sche Sicher­heit stärken.

Um das Ziel der Klima­neu­tra­lität zu erreichen, ist CO2-Entnahme dringend nötig. Unter anderem ist es möglich, biogenes CO2, das bei der Verbrennung oder Vergärung von Biomasse anfällt, abzuscheiden und zu speichern. Diese unter dem Kürzel Bio-CCS zusam­men­ge­fassten Anwen­dungen finden sich in einer Nische. Im Rahmen eines Parla­men­ta­ri­schen Frühstücks in Koope­ration mit Bellona Deutschland haben wir Potenzial, Heraus­for­de­rungen und Handlungs­emp­feh­lungen für die Skalierung von Bio-CCS diskutiert.

Zum Thema Östliche Partner­schaft veröf­fent­lichen wir gelegentlich Policy Briefs. Diese führen wir hier auf.

EU-Beitritts­­ver­­han­d­­lungen mit der Ukraine stoßen in Zeiten des Kriegs an struk­tu­relle und politische Grenzen – sowohl in Kyjiw als auch in Brüssel. Techno­kra­tische Verfahren und ausschließlich positive EU-Rhetorik unter­graben notwendige Refor­m­an­reize, analy­siert Liubov Akulenko und schlägt eine von Deutschland geführte „Koalition der Willigen“ vor, die durch einen vertrau­lichen Dialog blockierte Reformen gezielt voran­bringen soll.

Welchen Sinn haben die Gespräche in Abu Dhabi über einen Frieden in der Ukraine? Simon Schlegel analy­siert im Deutsch­landfunk mit Dirk-Oliver Heckmann: „Es geht für Russland in erster Linie darum, die Ukraine unter Zugzwang zu bringen und das Argument im Umlauf zu halten, dass Putin verhand­lungs­bereit sei.“ 

Wie soll Europa auf die Eskalation der USA und auf das Zerbrechen der westlichen Ordnung reagieren? Das wollte DIE ZEIT von 35 bedeu­tenden Intel­lek­tu­ellen wissen. Karolina Wigura und Jaroslaw Kuisz antworten. 

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