Ende des Liberalen Zeitalters? Zur Krise und Erneuerung der freiheitlichen Demokratie

Populismus, autoritäre Herausforderungen und geopolitische Umbrüche setzen die liberale Demokratie weltweit unter Druck. Der Sammelband Ende des Liberalen Zeitalters? zeigt internationale Perspektiven auf die Ursachen dieser Krise auf – von gesellschaftlicher Polarisierung bis zu neuen Sicherheitsbedrohungen. Unsere Autorinnen und Autoren sind u. a. Timothy Garton Ash, Jan-Werner Müller, Yascha Mounk, Danyal Bayaz, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und viele mehr.
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Mehr InformationenDer Liberalismus steht weltweit unter Druck. Populistische Bewegungen gewinnen an Einfluss, autoritäre Regime fordern demokratische Gesellschaften heraus und die internationale Ordnung gerät ins Wanken. Ist das liberale Zeitalter an sein Ende gelangt?
Dieses Buch versammelt internationale Stimmen zu einer kritischen Bestandsaufnahme der liberalen Demokratie im 21. Jahrhundert. Unsere Autorinnen und Autoren analysieren die Ursachen ihrer gegenwärtigen Krise – von wachsender Polarisierung und Vertrauensverlust bis hin zu geopolitischen Machtverschiebungen und neuen Sicherheitsbedrohungen.
Unser Band bleibt nicht bei der Diagnose stehen. Es fragt, wie sich Freiheit und Demokratie unter veränderten Bedingungen behaupten und erneuern lassen. Im Zentrum steht die Idee eines wehrhaften Liberalismus: einer politischen Ordnung, die individuelle Freiheit schützt, demokratische Resilienz stärkt und staatliche Handlungsfähigkeit zurückgewinnt.
Ende des Liberalen Zeitalters? ist ein Plädoyer für die Verteidigung der offenen Gesellschaft und für die Erneuerung einer freiheitlichen Demokratie, die den Herausforderungen unserer Zeit gewachsen ist. Der Band ist im transcript Verlag erschienen.
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FÜNF FRAGEN AN DIE HERAUSGEBER
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Weil sich eine Frage aufdrängt, die vor rund einem Jahrzehnt noch undenkbar schien: Was, wenn wir in eine postliberale Zeit eingetreten sind? Heute erleben wir die Rückkehr geopolitischer Rivalitäten, den Aufstieg autoritärer Systeme und eine wachsende Skepsis gegenüber liberalen Institutionen auch innerhalb westlicher Gesellschaften. Das Buch geht der Frage nach, ob wir tatsächlich das Ende eines liberalen Zeitalters erleben oder lediglich den Beginn seiner tiefgreifendsten Transformation.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Viele Debatten kreisen um Symptome der Krise: Populismus, Polarisierung oder Demokratieskepsis. Der Band geht weiter und fragt nach den tieferen strukturellen Ursachen. Die Autorinnen und Autoren diskutieren den Liberalismus nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als politische Ordnung, die sich in einer pluralen und postwestlichen Welt neu behaupten muss. Es geht darum, nicht bei der Diagnose der Krise zu verharren, sondern zu erkunden, was für eine Erneuerung des Liberalismus nötig ist.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Kaum ein Thema verbindet gegenwärtig so viele Forschungsfelder der Politik- und Sozialwissenschaften. Hinter vielen aktuellen Debatten steht oft dieselbe Frage: Wie belastbar sind die politischen und institutionellen Grundlagen liberaler Gesellschaften unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts? Der Band bringt unterschiedliche Antworten auf diese Frage zusammen und verbindet theoretische Reflexion mit Stimmen aus der politischen Praxis.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit jemandem, der überzeugt ist, dass das liberale Zeitalter bereits vorbei ist. Interessante Gespräche entstehen selten dort, wo Einigkeit herrscht. Der Liberalismus lebt von der Auseinandersetzung mit seinen Kritikern. Seine Zukunftsfähigkeit zeigt sich gerade daran, ob er noch in der Lage ist, solche Kritik produktiv aufzunehmen und es schafft sich selbst zu transformieren.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Dieses Buch untersucht, ob wir Zeugen des Endes des liberalen Zeitalters sind oder einer seiner größten Bewährungsproben.
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Mit Unterstützung der Friede Springer Stiftung
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