Unser Projekt „Erin­ne­rungkul­tur“ doku­men­tiert das ver­ges­sene Schick­sal der jüdi­schen Bevöl­ke­rung in der Ukraine während des Zweiten Welt­kriegs. Während die Shoa mit Ver­nich­tungs­la­gern wie Ausch­witz in Ver­bin­dung gebracht wird, ist das Ausmaß der Ver­nich­tung vor Ort während des Über­falls Deutsch­lands auf die Sowjet­union der deut­schen Öffent­lich­keit wenig bekannt. Wir wollen die Erin­ne­rung an die Ver­nich­tung des euro­päi­schen Juden­tums und die Ver­bre­chen des Natio­nal­so­zia­lis­mus in der Ukraine wach­hal­ten.

2018 gedachte das Zentrum Libe­rale Moderne in Koope­ra­tion mit fünf deut­schen poli­ti­schen Stif­tun­gen, dem Bremer Rath­sChor und ukrai­ni­schen Ver­tre­tern den 20.000 Toten des Mas­sa­kers in Odessa im Jahr 1941.

Vom 4. bis 7. Sep­tem­ber 2019 fand ein wei­te­res Geden­ken im ukrai­ni­schen Czer­no­witz statt. Neben einem Aus­tausch zwi­schen ukrai­ni­schen, deut­schen, rumä­ni­schen und rus­si­schen His­to­ri­kern ver­an­stal­te­ten wir ein Kla­vier­kon­zert mit Gedich­ten von Selmar Meer­baum sowie ein gemein­sa­mes Konzert des Bremer Rath­sChors, der Odes­si­ti­schen Sing­aka­de­mie und der Czer­nowit­zer Phil­har­mo­nie. Bei der Gedenk­ver­an­stal­tung am 5. Sep­tem­ber 2019 wurden Gruß­worte des deut­schen und ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten ver­le­sen.